Tierischer Einsatz: Schwäne zwingen Feuerwehr aufs glatte Eis

Hamburg - Zwei Schwäne haben am Donnerstagvormittag auf der Außenalster für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Besorgte Bürger sahen die beiden Tiere und alarmierten die Einsatzkräfte.

Schwäne hatten sich auf der Alster zwischen die Eisschollen begeben.
Schwäne hatten sich auf der Alster zwischen die Eisschollen begeben.  © Citynewstv

Die Feuerwehr rückte aus und schickte einen Mann in Kälteanzug raus. Mit einem Schlauchboot sollte er an die Tiere herankommen.

Doch plötzlich tauchte am Himmel ein Hubschrauber der Polizei auf und kreiste mehrere Minuten über der Einsatzstelle.

Durch den Krach des Helikopters waren die beiden Schwäne offensichtlich so genervt, dass sie davon watschelten und flogen.

Zu ihrem Glück flogen sie nicht in Richtung der Rotatoren. Sonst hätte es eine gefährliche Begegnung gegeben.

Die Feuerwehr konnte ohne großen Einsatz wieder abrücken. Warum der Hubschrauber gerade zu dem Zeitpunkt über der Außenalster kreiste, ist noch unklar.

Eigentlich sollten die Schwäne doch aber im Winterquartier sein. "Einige Tiere verlassen das aber auch", erklärte Olaf Nieß vom Schwanenquartier. "Es können aber auch Schwäne von außerhalb gewesen sein."

Die Feuerwehr ließ ein Boot zu Wasser um die Schwäne zu retten.
Die Feuerwehr ließ ein Boot zu Wasser um die Schwäne zu retten.  © Citynewstv

Angst um die Tiere hatte er keine. "Schwäne können im Gegensatz zu Möven nicht festfrieren. Es sei denn, sie sind verletzt", sagte er.

Die Bürger hätten sich also keine Sorgen um die beiden Tiere machen müssen, das bestätigt auch der Naturschutzbund (Nabu) und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

In aller Regel frören Vögel nicht fest, teilten beide am Donnerstag mit. Der Grund seien die mit relativ kaltem Blut durchbluteten Füße der Entenvögel, unter denen das Eis nicht wegschmilzt und über die kaum Wärme verloren geht.

Fein verzweigte Adern im Bein der Vögel dienten dem Wärmeaustausch, wobei das fußwärts fließende Blut Wärme an das körperwärts fließende Blut abgibt.

Speziell bei Entenvögeln und Schwänen sei es wichtig, die Tiere nicht aufzuscheuchen, damit sie nicht zusätzlich Reserven verbrauchen, hieß es. Diese benötigten sie, um gut über den Winter zu kommen.

Spaziergänger sollten deshalb sich und ihre Hunde zurückhalten. Auf menschliche Hilfe angewiesen seien alleine kranke oder verletzte Tiere, die tatsächlich im Eis einfrieren könnten.

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