Diese deutsche Stadt bekommt die erste Tennis-Europameisterschaft

Hamburg - Neuer Veranstalter, neuer Name, neue Inhalte: Das internationale Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum wechselt sein Gesicht.

Peter-Michael Reichel, Veranstalter der European Tennis Championships in Hamburg (links) und Sandra Reichel, seine Tochter und Turnierdirektorin.
Peter-Michael Reichel, Veranstalter der European Tennis Championships in Hamburg (links) und Sandra Reichel, seine Tochter und Turnierdirektorin.  © DPA

Das ATP-500-Turnier wird zur offenen Europameisterschaft, wie der neue Veranstalter Peter-Michael Reichel und seine Tochter Sandra Reichel als Turnierdirektorin am Montag in der Hansestadt ankündigten.

"European Tennis Championships haben noch nie stattgefunden", sagte der Österreicher Reichel im Rathaus der Stadt.

Ob es sich um die tatsächliche Besten-Ermittlung im europäischen Tennis handeln wird, ist allerdings fraglich. Denn dafür müssten die bestplatzierten Europäer an der Veranstaltung teilnehmen. Erfahrungsgemäß sind aber nur wenige Profis aus den Top-20 in der Hansestadt dabei. Für das diesjährige Turnier sind bislang noch keine Namen bekannt.

Der zu vergebene EM-Titel, den auch ein Nicht-Europäer gewinnen kann, soll nach Hoffnung der Veranstalter die Attraktivität des Traditionsturniers erhöhen. Die Gewinnsumme verändert das aber nicht. Sie bleibt nach ATP-Vorgaben gleich.

Turnierdirektorin Reichel ergänzte: "Wir haben den Namen geändert in Hamburg Open. Denn Hamburg hat so eine Strahlkraft." In den Vorjahren firmierte das Turnier unter der Bezeichnung German Open.

(vlnr.) Peter-Michael Reichel, Veranstalter der European Tennis Championships in Hamburg, Sandra Reichel, seine Tochter und Turnierdirektorin, Andy Grote (SPD), Innen- und Sportsenator von Hamburg, Vladimir Dmitriev, Präsident von Tennis Europe und Klaus
(vlnr.) Peter-Michael Reichel, Veranstalter der European Tennis Championships in Hamburg, Sandra Reichel, seine Tochter und Turnierdirektorin, Andy Grote (SPD), Innen- und Sportsenator von Hamburg, Vladimir Dmitriev, Präsident von Tennis Europe und Klaus  © DPA

"Uns ist wichtig, dass sich das Turnier mit seiner Tradition erfolgreich entwickeln kann", sagte Hamburgs Sportsenator Andy Grote. "Wir wollen aus dem Turnier mehr machen, als es in der Vergangenheit war."

In den vergangenen zehn Jahren hatte Wimbledonsieger Michael Stich die Sandplatz-Veranstaltung organisiert. Die Reichel-Familie habe den Anspruch, das Turnier "ein Stück nach vorn zu bringen", sagte Grote.

Peter-Michael Reichel meinte: "Wir wissen alle, dass das Turnier schon mal bessere Zeiten erlebt hat."

Neben den Profis wird auch eine EM der U21-Nachwuchsspieler ausgespielt. Diese soll bereits einige Tage zuvor beginnen. Dazu werden alle 50 im Europaverband organisierten nationalen Verbände eingeladen. Jedes Land erhält einen Startplatz bei Damen und Herren.

Die Tennisanlage am Rothenbaum wird bis 2020 für zehn Millionen Euro saniert. Acht Millionen Euro gibt der sportbegeisterte Unternehmer Alexander Otto, je eine Million Euro schießen Stadt und Deutscher Tennis Bund (DTB) zu. "Wir haben das Turnier auf Jahre in Hamburg gesichert", sagte DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard.

Begonnen wird die Sanierung mit dem mobilen Dach. Diese Arbeiten sollen bis 28. Juni abgeschlossen sein. Dann beginnt in der Arena die Beachvolleyball-WM.

Titelfoto: DPA

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