90. Minute! Bielefeld rettet hochverdienten Punkt gegen St. Pauli

Hamburg/Bielefeld - Was für ein Krimi! Arminia Bielefeld und der FC St. Pauli haben sich zum Abschluss des ersten Spieltages vor 22.847 Zuschauern in der SchücoArena 1:1-Unentschieden getrennt. Christian Joe Conteh brachte die Gäste in der ersten Halbzeit in Führung, Manuel Prietl gelang in der 90. Minute der Ausgleich.

Christian Joe Conteh schiebt den Ball an Arminia Keeper Stefan Ortega zur Gäste-Führung ins Tor.
Christian Joe Conteh schiebt den Ball an Arminia Keeper Stefan Ortega zur Gäste-Führung ins Tor.  © Friso Gentsch/dpa

Zum Anpfiff des Spiels bot sich den Zuschauern ein ungewöhnliches Bild an einem ersten Spieltag.

Sowohl St. Paulis Trainer Jos Luhukay, als auch Bielefelds Coach Uwe Neuhaus verzichteten zum Start der 90 Minuten auf Neuzugänge in der Startelf.

Bei den Kiezkickern nahm immerhin der einzige gesunde Neue Viktor Gyökeres auf der Bank Platz, bei Arminia waren es immerhin Joakim Nilsson, Fabian Kunze, Jomaine Consbruch und Cebio Soukou.

Von Beginn an entwickelte sich auf der Bielefelder Alm eine muntere Partie. Die Arminia hatte mehr Spielanteile und suchte den Weg nach vorne.

Immer wieder diente Fabian Klos als Zielspieler der Bielefelder Angriffe, doch St.-Pauli-Innenverteidiger Christopher Avevor und Marvin Knoll waren immer zur Stelle.

Vor allem Andreas Voglsammer über links versuchte den Arminia-Kapitän in Szene zu setzen, aber in den ersten 45 Minuten fanden die die beiden noch nicht zusammen.

Auf der anderen Seite versuchte Dimitrios Diamantakos mit einigen Abschlüssen erfolglos sein Glück.

Andreas Voglsammer verpasste nach einer Ecke den Ausgleich.
Andreas Voglsammer verpasste nach einer Ecke den Ausgleich.  © Friso Gentsch/dpa

Besser machte es Teamkollege und Debütant Christian Joe Conteh in der 32. Minute. Der Youngster, der zum ersten Mal in einem Pflichtspiel für die Profis auflief, wurde von Mats Möller-Daehli in Szene gesetzt, tanzte zwei Bielefelder Verteidiger aus und schob den Ball gekonnt an Stefan Ortega zur Führung ins Tor.

Mit der Führung der Gäste verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Halbzeit.

Arminia-Trainer Neuhaus schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Bielefelder starteten einen regelrechten Sturmlauf auf das Gehäuse der Kiezkicker.

Erst rettete die Latte nach einem abgefälschten Schuss von Reinhold Yabo (48. Minute) für die Gäste, drei Minuten später klärte Keeper Robin Himmelmann einen Versuch von Jonathan Clauss mit den Füßen. Der Ausgleich lag der Luft, wollte aber noch nicht fallen.

In der Folge bestimmten die Bielefelder weiter das Spiel ohne sich zwingende Chancen zu erarbeiten, St. Pauli fand offensiv kaum noch statt, hielt dem Druck allerdings weiter Stand.

Schiedsrichter Bastian Dankert schaut sich eine strittige Szene selbst am Bildschirm an.
Schiedsrichter Bastian Dankert schaut sich eine strittige Szene selbst am Bildschirm an.  © Friso Gentsch/dpa

Große Aufregung herrschte in der 73. Minute. Schiedsrichter Bastian Dankert entschied nach einem Handspiel auf Strafstroß, doch nach Ansicht der Video-Bilder revidierte er seine Meinung.

Am Ende rettete dennoch eine Standardsituation die Bielefelder. Nach einer Ecke stieg Manuel Pietl am Höchsten und köpfte den Ball zum hochverdienten Ausgleich in die Maschen.

Bei dem 1:1 blieb es auch nach 90 Minuten.

Für die Hausherren war der am Ende vielleicht glückliche Zähler mehr als verdient. Die Arminia hatte deutlich mehr vom Spiel, doch die klaren Torchancen fehlten.

Auf der anderen Seite zeigten die Kiezkicker eine deutliche Reaktion nach der Kritik ihres Trainers und verdienten sich den Punkt durch eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Für beiden Mannschaften geht es bereits am Freitag weiter. Der FC St. Pauli empfängt Greuther Fürth, die Bielefelder reisen nach Bochum.

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