Bekommen wir mit der neuen "Hamburg Box" die Paketflut in den Griff?

Hamburg - Wer sich ein Paket schicken lassen will, kann die Ware in Hamburg künftig direkt am Bahnhof in Empfang nehmen.

Nicht immer sind die Adressaten der Pakete auch zu Hause.
Nicht immer sind die Adressaten der Pakete auch zu Hause.  © Christin Klose/dpa-tmn

Dazu gibt es nach Bahn-Angaben an rund 20 Stationen, darunter Altona, eine "Hamburg Box", die von Zustellern beliefert werden kann.

Am Montag wird das Pilotprojekt der mit einer App zu öffnenden Box am S- und U-Bahnhof Hamburg-Barmbek vorgestellt und dort eine "Hamburg Box" enthüllt.

An dem Projekt beteiligt sind neben der Deutschen Bahn das Technologie-Start-up Parcellock, die Paketdienste DPD und Hermes sowie die Hamburger Hochbahn. Abholer müssen sich bei Parcellock registrieren und eine App herunterladen. Der Zustellservice sei für den Abnehmer kostenlos.

Der Geschäftsführer von Parcellock, Gunnar Anger, hatte erwartet, dass eine Zustellinfrastruktur, die für alle Paket- und Lieferdienste offen ist, angesichts "rapide steigender Paketmengen in verkehrsbelasteten Großstädten" wichtiger werde. Die Boxen ermöglichten einen "zeitsparenden und bequemen Empfang von Waren und Produkten auf den alltäglichen Routen der Nutzer", schreibt das Start-up auf seiner Website.

Es hat die Technologie entwickelt, die den digitalen Zugriff für Lieferanten und Abholer auf die Box ermöglicht. Das Schließsystem wurde im September 2016 auf den Markt gebracht. Es wird für Packstationen im öffentlichen Raum sowie für Paketkästen an privaten Wohnimmobilien genutzt.

Der Gebrauch von Smart Lockern (intelligenten Schließfächern) ist ein Baustein der DB-Initiative "Smart City". Mit einer Lieferung in ein solches Schließfach könne der Nutzer sein Paket an einem Bahnhof rund um die Uhr selbst entgegennehmen, heißt es dazu.

Mit ihrer Initiative will die Bahn "den Lebensalltag von Stadtbewohnern durch intelligente und umweltfreundliche Angebote vereinfachen".

Pakete werden in einen LKW geladen.
Pakete werden in einen LKW geladen.  © Julian Stratenschulte/dpa

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