Flüchtlingshelfer muss für brutalen Messer-Mord an eigener Frau in Haft

Hamburg - Das Hamburger Landgericht hat das Urteil im Prozess um die brutale Tötung einer 32-Jährigen Iranerin in Hamburg-Brahmfeld gefällt.

Der 43-Jährige muss für den Mord an seiner Frau ins Gefängnis (Symbolbild).
Der 43-Jährige muss für den Mord an seiner Frau ins Gefängnis (Symbolbild).  © dpa/Axel Heimken

Mit Stövchen geschlagen, mit Schal gewürgt und mit Messer zugestochen: Wegen der Tötung einer jungen Mutter hat das Landgericht den Ehemann zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt.

"Am 14. Dezember 2017, einen Tag vor dem ersten Geburtstag seiner kleinen Tochter, tötete der Angeklagte seine Ehefrau", stellte der Vorsitzende der Strafkammer, Stephan Sommer, am Freitag fest.

Der 43-Jährige habe gewusst was er tat, habe aber im Affekt gehandelt. Der aus dem Iran stammende Flüchtlingshelfer und christliche Prediger habe der 32-jährigen Iranerin ein Stövchen auf den Kopf geschlagen, ihr mit einem Küchenmesser 25 Stich- und Schnittwunden zugefügt und sie schließlich mit einem Schal gewürgt.

Nach der Tat habe er die kleine Tochter zu einer Nachbarin gebracht und dann versucht, sich das Leben zu nehmen. Im Prozess hatte der Angeklagte ein umfangreiches Geständnis abgelegt (TAG24 berichtete).

Die Staatsanwaltschaft hatte nach Angaben eines Gerichtssprechers zehn Jahre Haft wegen Totschlags gefordert.

Die Verteidigung hatte sich für kein konkretes Strafmaß ausgesprochen. Der Angeklagte nahm das Urteil sofort an.

Titelfoto: dpa/Axel Heimken


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