CSD in Hamburg: So viele Teilnehmer wie noch nie!

Hamburg – So viele Anmeldungen gab es noch nie! Zum Abschluss der "Pride Week" werden bei der alljährlichen Christopher-Street-Day-Demo in Hamburg am Samstag mehr als 200.000 Teilnehmer erwartet.

Bunte Luftballons sind bei der Parade zum CSD vor dem Hauptbahnhof zu sehen.
Bunte Luftballons sind bei der Parade zum CSD vor dem Hauptbahnhof zu sehen.  © dpa/Markus Scholz

Damit würde man den Teilnehmerrekord aus dem vergangenen Jahr sogar noch überbieten, wie der Veranstalter mitteilte.

"Wir haben in diesem Jahr so viele Anmeldungen wie noch nie zuvor. Das ist ein ermutigendes Zeichen", sagte Stefan Mielchen, der erste Vorsitzende des Vereins Hamburg Pride am Dienstag.

Angeführt von Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) sollen sich insgesamt 25 Trucks, 27 Fußgruppen sowie zahlreiche weitere Lkws und Pkws ihren Weg durch die zu Teilen abgesperrte Innenstadt bahnen.

Erstmalig dabei ist in diesem Jahr auch der Deutsche Gewerkschaftsbund Hamburg (DGB HH), der sich mit einem eigenen Wagen an der Parade beteiligt. "Gewerkschaften stehen für Vielfalt und Solidarität. Wir wollen eine Gesellschaft ohne Diskriminierung, sei es am Arbeitsplatz oder auf der Straße", teilte Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger am Donnerstag mit.

Die Demonstration steht in diesem Jahr unter dem Motto "Grundsätzlich gleich - für eine bessere Verfassung". Gefordert wird vor allem, dass die sexuelle Orientierung und die geschlechtliche Identität in das Diskriminierungsverbot (Art. 3) im Grundgesetz aufgenommen werden.

Letztes Jahr wurde ein Teilnehmerrekord aufgestellt - dieses Jahr sollen noch mehr Menschen kommen.
Letztes Jahr wurde ein Teilnehmerrekord aufgestellt - dieses Jahr sollen noch mehr Menschen kommen.  © dpa/Markus Scholz

Update, 20.30 Uhr

Rekord! Mehr als 240 000 Menschen waren nach Angaben der Veranstalter am Samstag bei der Christopher-Street-Day-Demo in Hamburg dabei.

Damit konnte der Teilnehmerrekord aus dem vergangenen Jahr übertroffen werden, wie der Veranstalter Hamburg Pride e.V mitteilte. Insgesamt zogen 71 Trucks, Fußgruppen und kleinere Lastwagen durch die zu großen Teilen abgesperrte Hamburger Innenstadt.

Darunter waren zahlreiche Gruppen des LSBTIQ-Community, queere Geflüchtete aus ganz Deutschland, eine Jugendgruppe aus Hamburgs Partnerstadt St. Petersburg sowie Parteien und Unternehmen.

Der Polizei zufolge liefen etwa 90.000 Menschen bei der Demo mit, hinzu kommen etwa 110.000 Zuschauer an der Strecke.

Überschattet wurde die sonst friedliche Demonstration in diesem Jahr jedoch durch einen Brand auf einem der Lastwagen. Der Wagen der Initiative "Queer Refugees Support" war plötzlich während der Fahrt in Brand geraten.

Titelfoto: dpa/Markus Scholz

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