Hunderte erinnern an ertrunkene Flüchtlinge

Hamburg - Zwischen 650 und 700 Menschen sind nach ersten Angaben der Polizei am Dienstagabend bei einer Gedenkdemonstration durch Hamburg gezogen.

Die Demonstranten warfen am Jungfernstieg symbolisch Blumen in die Alster, um den Toten im Mittelmeer zu gedenken.
Die Demonstranten warfen am Jungfernstieg symbolisch Blumen in die Alster, um den Toten im Mittelmeer zu gedenken.  © Kay Grimm

Anlass der Demonstration war das Gedenken an 35.000 Menschen, die auf der Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrunken sind.

So viele sollen laut Internationale Organisation für Migration (IOM) seit dem Jahr 2000 an den europäischen Außengrenzen gestorben sein.

Um das Sterben zu beenden, forderten die Demonstranten eine sichere Fährverbindung von Afrika nach Europa und eine ungehinderte zivile Seenotrettung. Letzteres wird derzeit massiv behindert, wie das Beispiel des Rettungsschiffs "Lifeline" aus Dresden zeigt (TAG24 berichtete).

Die Demonstranten trafen sich am Neuen Pferdemarkt und liefen friedlich zum Jungfernstieg. Hier warfen sie Blumen in die Alster.

In den vergangenen 18 Jahren sind beim Fluchtversuch übers Mittelmeer 35.000 Menschen gestorben.
In den vergangenen 18 Jahren sind beim Fluchtversuch übers Mittelmeer 35.000 Menschen gestorben.  © Kay Grimm

Titelfoto: Kay Grimm


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