Nach Kemmerich-Wahl: Hunderte bei Spontandemo in Hamburg!

Hamburg – Gegen die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten in Thüringen haben am Mittwoch etwa 200 Demonstranten in Hamburg protestiert.

Mit Plakaten demonstriert die Menge gegen den FDP-Ministerpräsidenten.
Mit Plakaten demonstriert die Menge gegen den FDP-Ministerpräsidenten.  © Blaulicht-News.de / Sebastian Peters

Dies bestätigte die Polizei in der Hansestadt. Antifaschistische Gruppen riefen dazu auf, sich am Abend vor den Büros der CDU und AfD in der Innenstadt zu versammeln.

Das Motto der Demonstration lautete: "Schulter an Schulter gegen den Faschismus!" Anschließend wollten die Demonstranten zum Sitz der FDP weiterziehen.

"Dass sich die FDP in Thüringen mit den Stimmen der AfD an die Macht wählen lässt, ist ein historischer Tabubruch. Gerade in Thüringen wird die AfD durch den nationalsozialistischen Flügel um Björn Höcke gesteuert", heißt es in der Mitteilung der Organisatoren, und: "In wenigen Wochen wird auch in Hamburg gewählt. Für die FDP wird in der Hansestadt ab sofort kein ruhiger Wahlkampf mehr möglich sein. Wer Faschisten Rosen auf den Weg streut, muss mit Widerstand rechnen: Wehret den Anfängen!"

Kemmerich hatte sich bei der Wahl des Ministerpräsidenten im thüringischen Landtag im dritten Durchgang überraschend mit den Stimmen von FDP, CDU und AfD gegen den bisherigen Amtsinhaber Bodo Ramelow von der Linkspartei durchgesetzt. In Hamburg wird am 23. Februar die Bürgerschaft neu gewählt.

Demonstranten versammeln sich in Hamburg.
Demonstranten versammeln sich in Hamburg.  © Blaulicht-News.de / Sebastian Peters

Update, 6. Februar, 6.09 Uhr

Die Zahl der Demonstranten wuchs schnell von etwa 200 auf mehr als 1500 an.

Der Protest zog von der Hauptkirche St. Petri zur Speicherstadt über die Willy-Brandt-Straße bis zum Hopfenmarkt.

Titelfoto: Blaulicht-News.de / Sebastian Peters

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