In Ärztekitteln: Tierschützer demonstrieren gegen neues Versuchslabor

Hamburg – In Ärztekitteln, mit Plakaten und 32.000 Unterschriften von Bürgern haben Tierschützer am Montag vor dem Hamburger Rathaus für einen Tierversuchsverzicht am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) demonstriert.

Aktivisten der AG Hamburg des Vereins Ärzte gegen Tierversuche demonstrieren gegen ein geplantes Tierversuchslabor am UKE.
Aktivisten der AG Hamburg des Vereins Ärzte gegen Tierversuche demonstrieren gegen ein geplantes Tierversuchslabor am UKE.  © Markus Scholz/dpa

Das bereits genehmigte neue UKE-Tierversuchslabor solle ausschließlich für tierversuchsfreie Forschung verwendet werden, forderte der Verein Ärzte gegen Tierversuche.

"Der aktuelle Skandal um das Tierversuchslabor LPT und der enorme öffentliche Aufschrei zeigen den dringenden politischen Handlungsbedarf", erklärte eine Sprecherin. "Vor diesem Hintergrund 32 Millionen Euro für ein neues Tierversuchslabor auszugeben, ist das absolut falsche Signal."

Im Rathaus sollten die Unterschriften Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) übergeben werden. Diese hatte erst vor wenigen Tagen eine neue Professur zur Reduzierung von Tierversuchen am UKE angekündigt.

"Unser Ziel ist es, die Anzahl an Tierversuchen am UKE und in der Medizin insgesamt zu reduzieren und perspektivisch ganz abschaffen zu können", sagte sie.

Bis auf alle Tierversuche verzichtet werden könne, werde wohl aber noch viel Zeit vergehen.

Anschließend wollten die Demonstranten rund 32.000 Protestunterschriften an Wissenschaftssenatorin Fegebank übergeben.
Anschließend wollten die Demonstranten rund 32.000 Protestunterschriften an Wissenschaftssenatorin Fegebank übergeben.  © Markus Scholz/dpa

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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