St. Paulis Sieg bringt den Spielern eine längere Winterpause

Hamburg - Bei den Spielern vom FC St. Pauli herrschte nach dem 2:0-Heimsieg über Greuther Fürth ausgelassene Stimmung. Die Kiezkicker bleiben mit dem Sieg an den Aufstiegsrängen dran.

Christopher Avevor (links) und Florian Carstens freuen sich nicht nur über das 1:0, sondern auch über einen späteren Start nach der Winterpause.
Christopher Avevor (links) und Florian Carstens freuen sich nicht nur über das 1:0, sondern auch über einen späteren Start nach der Winterpause.  © DPA

"Es war nicht unser bestes Spiel", gab Trainer Markus Kauczinski nach der Partie zu. Die Mannschaft habe zu viele Bälle leichtfertig verloren und sich das Leben damit selbst schwer gemacht.

Daher höre sich das 2:0 auch souveräner an, als es letzten Endes aus seiner Sicht war. "Es gab gefährliche Phasen, wo der Ausgleich hätte fallen können", gestand er.

Aber die Mannschaft hatte das Spiel abgezockt durchgezogen. "Wir haben unsere Chancen genutzt", sagte Kauczinski. Mit dem zweiten Treffer der Kiezkicker durch Ryo Miyaichi war der Deckel drauf. "Ich bin froh über die drei Punkte."

Mit dem Sieg und den 31 Punkten verdienten sich die Spieler einen späteren Start in die Vorbereitung nach der Winterpause. "Es war abgemacht, dass wir bei 31 Punkten erst am 6. Januar wieder starten", erzählte der Trainer. Daher sei die Stimmung in der Kabine ausgelassen.

Besonders glücklich dürfte Florian Carstens nach der Partie gewesen sein. Er kam zum ersten Mal am Millerntor zum Einsatz und das auch noch von Anfang an. "Ich hatte schon Gänsehaut beim Einlaufen", erklärte er. Aber nach einigen Pässen sei sie verflogen.

Nach dem Spiel gab es die Laola-Welle der Spieler mit den Fans.
Nach dem Spiel gab es die Laola-Welle der Spieler mit den Fans.  © DPA

Die Mannschaft habe ihm auf dem Platz geholfen und unterstützt. "Hut ab vor dieser Leistung", gab auch Jan-Philipp Kalla zu. Carstens setzte seiner guten Leistung, die ihm auch Kauczinski attestierte, mit seinem ersten Treffer die Krone auf.

"Ich bin bei der Ecke einfach durchgelaufen", beschrieb er den 1:0-Führungstreffer der Kiezkicker. Dass die Mannschaft dann auch noch zu null gespielt habe, "besser geht es nicht".

Dennoch war nach den 90 Minuten fix und fertig. "Ich leg mich ins Bett", sagte er und lachte. Dann würde er aber den Geburtstag seines Vaters am Sonntag verpassen. "Das Geschenk habe ich ja schon geliefert." Diesen Samstag dürfte Carstens so schnell dennoch nicht vergessen.

Ähnlich dürfte es auch Ryo Miyaichi ergehen. Der Japaner erzielte das 2:0 per Kopf. Ein ungewöhnlicher Treffer für den kleinen Japaner. "Ich bin glücklich über das Tor, mit dem Kopf treffe ich nicht so oft", klärte er auf und bedankte sich bei Vorlagengeber Mats Möller-Daehli für dessen Flanke.

Henk Veerman gewann in der Luft zahlreiche Bälle.
Henk Veerman gewann in der Luft zahlreiche Bälle.  © DPA

Mit dem Sieg bleibt St. Pauli punktgleich mit Union Berlin auf Rang vier. Was vor allem Stürmer Henk Veerman glücklich machte. "Es macht mehr Spaß, wenn man oben dabei ist, als wenn man unten mitspielt", sagte der lange Holländer.

Die Mannschaft hätte gewusst, dass die Partie gegen Fürth nicht einfach werde, habe aber gekämpft und ein gutes Spiel abgeliefert.

Nun steht noch ein Spiel für die Braun-Weißen vor Weihnachten an. Am kommenden Samstag empfängt St. Pauli den 1. FC Magdeburg zum nächsten Heimspiel. "Wir mobilisieren jetzt alles für das letzte Spiel vor der Winterpause", schickte Kalla schon mal eine kleine Kampfansage die Elbe herunter.

Da passt es ganz gut, dass Trainer Kauczinski seine Spieler erst am Dienstag wieder zum Training erwartet.

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