Schock bei St. Pauli! Kapitän Avevor verletzt sich beim Heim-Auftakt schwer

Hamburg – Der FC St. Pauli musste bei seinem ersten Saisonspiel am Freitag nicht nur eine bittere Niederlage gegen Greuther Fürth (1:3) hinnehmen, der Heim-Auftakt wurde auch von einer dramatischen Verletzung von Kapitän Christopher Avevor (27) überschattet.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht klatscht Christopher Avevor für die Fans.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht klatscht Christopher Avevor für die Fans.  © imago images / Zink

Nach einem Zweikampf in der 17. Minute mit Daniel Keita-Ruel verdrehte sich St. Paulis Kapitän den linken Unterschenkel und blieb reglos im Mittelkreis liegen.

Weil es kein Foul war und der Schiedsrichter nicht abpfiff, spielte Greuther Fürth weiter und Keita-Ruel erzielte nur wenig später den Treffer zum 0:1 (17.).

Sanitäter eilten zu Avevor, der immer noch auf dem Feld lag. Sie erkannten sofort die schwere der Verletzung und transportierten den Innenverteidiger mit einer Trage ab.

Dabei erklangen "You´ll never walk alone"-Gesänge der Fans. Der 27-Jährige hielt sich eine Hand vor das schmerzverzerrte Gesicht, die andere streckte er als Faust in Luft. Ein Krankenwagen brachte den verletzten Spieler umgehend ins UKE.

"Bei Avevor ist der erste Eindruck, dass es eine gravierende Verletzung ist", äußerte Sportchef Andreas Bornemann nach der Partie. Er vermute einen Unterschenkelbruch. Damit würde der Defensivspieler für mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monat, ausfallen.

"Die Verletzung war ein Schock"

Der schwer Verletzte erhebt eine Faust, als der Gesang der Fans ertönt.
Der schwer Verletzte erhebt eine Faust, als der Gesang der Fans ertönt.

Welche Verletzung der Spieler genau hat und wie lange er ausfällt, ist aber noch unklar. Eine genaue Diagnose soll im Laufe des Samstags erfolgen.

Dass nun ausgerechnet der Kapitän fehlt, ist für die Mannschaft nicht leicht. Daniel Buballa, der die Binde von Avevor übernahm, betonte gegenüber der MOPO, wie wichtig der 27-Jährige für den FC St. Pauli ist:

"Die Verletzung von Jackson war ein Schock für uns. Ich glaube, dass die ersten beiden Fürther Tore nicht gefallen wären, wenn er als unser Fels in der Brandung noch auf dem Platz gewesen wäre."

Auch Trainer Jos Luhukay macht sich große Sorgen um den Mannschaftsführer. "Am Sonnabend-Vormittag wissen wir mehr über unseren Kapitän", hoffte er und ahnte bereits: "Vielleicht müssen wir mal wieder auf einen Startelf-Spieler verzichten."

Update, 17.30 Uhr

Der FC St. Pauli muss lange auf Avevor verzichten, so schwer sind seine Verletzungen.

Er hat einen Wadenbeinbruch und das vordere Syndesmoseband ist gerissen.

Damit fällt er auf unbestimmte Zeit aus.

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