Was ist los? Faule-Eier-Gestank verpestet Hamburg

Hamburg - Das stinkt zum Himmel! Seit 20 Uhr zieht ein beißender Geruch über die Hansestadt hinweg. Der Grund ist noch unklar.

Über Hamburg liegt derzeit ein beißender Geruch. (Symbolbild)
Über Hamburg liegt derzeit ein beißender Geruch. (Symbolbild)  © DPA

Betroffen sind sämtliche Stadtteile von St. Pauli bis nach Langenhorn. Die Feuerwehr erhält von besorgten Anwohnern rund 80 Anrufe pro Stunde.

Das Warnsystem "Katwarn" hat die Hamburger über den Geruch informiert.

"Es kommt zu einer Geruchsbelästigung. Es geht keine Gefährdung davon aus. Die Feuerwehr ist mit Messfahrzeugen im Einsatz", hieß es in der Meldung.

Woher der Gestank kommt, ist noch unklar. Die Feuerwehr hat sich Richtung Ölmühle unterhalb der Köhlbrandbrücke aufgemacht. Sie vermutet dort den Gestank-Herd.

Die Anwohner werden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gefährlich sei der Geruch nicht.

Problematisch sei lediglich die Wetterlage, da die Luft nur schwer abziehen kann.

Update, 22.27 Uhr:

Messungen der Feuerwehr haben ergeben, dass der Geruch nicht von der Ölmühle kommt. Die Ursache ist daher weiter unklar. Der Gestank verflüchtigt sich allerdings allmählich.

Update, 6.30 Uhr

Die Ursache der unangenehmen Geruchs wurde offenbar gefunden, nachdem die Feuerwehr nach Angaben des NDR zu mindestens 110 Einsätzen ausrücken musste.

Der Grund: In einem Gewerbegebiet nahe der Köhlbrandbrücke gab es wahrscheinlich einen Austritt eines chemischen Nebenproduktes. Dieses könnte den fauligen Geruch in großen Teilen des Stadtgebietes verursacht haben.

Eine Gefahr für die Anwohner gab es wohl nicht.

Update, 13.14 Uhr

Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei hatte die Geruchsbelästigung ihren Ursprung, wie zuvor angenommen, im Bereich des Hamburger Hafens.

Durch den Umweltdienst und die Analytische Taskforce der Feuerwehr Hamburg wurden laut der zuständigen Polizeidienststelle gestern Abend umfangreiche Messungen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet durchgeführt. Diese führten im Ergebnis zu einer erhöhten Kohlenwasserstoff-Konzentration im Bereich der Köhlbrandbrücke. Das Kohlenwasserstoff-Luftgemisch wurde mit dem Wind in Richtung Norden vertrieben.

Eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung bestünde auf Grund der gemessenen Konzentration aber nicht.

Die für Umweltdelikte zuständige Fachdienststelle hat die Ermittlungen hinsichtlich einer Luftverunreinigung und des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen übernommen. Hierzu werden die Ermittler eng mit der Behörde für Umwelt und Energie zusammenarbeiten.

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