DFB befürchtet "unendliche Geschichte" im Jatta-Krimi

Frankfurt/Hamburg – Die Jatta-Misere geht weiter: Nachdem der 1. FC Nürnberg Einspruch gegen die Wertung des Zweitliga-Spiels gegen den HSV (0:4) erhoben hat, will das Sportgericht des DFB im September weiter verhandeln.

Der Hamburger Bakery Jatta bedankt sich nach dem 4:2-Sieg gegen den Karlsruher SC bei den Fans.
Der Hamburger Bakery Jatta bedankt sich nach dem 4:2-Sieg gegen den Karlsruher SC bei den Fans.  © dpa/Uli Deck

Das geht aus Berichten der Tageszeitung "Die Welt" hervor.

"Dann müssen wir sehen, ob das Auswirkungen auf andere Einspruchsverfahren hat", sagte der DFB-Kontrollausschuss-Vorsitzende Anton Nachreiner der Zeitung am Dienstag.

Die Nürnberger hatten wie danach auch der VfL Bochum und der Karlsruher SC Einspruch gegen die Wertung ihrer Zweitliga-Spiele gegen den HSV eingelegt, weil nach einem Bericht der "Sport Bild" Zweifel an der Identität des vom HSV eingesetzten Spielers Bakery Jatta bestehen sollen.

Demnach könnte der in Gambia geborene Jatta einen anderen Namen haben und älter als von ihm angegeben sein. Jatta war im Sommer 2015 nach seinen Angaben als 17-Jähriger nach Deutschland geflüchtet und lebte zunächst in der Nähe von Bremen.

Er hatte im Juni 2016 einen Vertrag bei den Hamburgern bis 2019 unterschrieben, der mittlerweile bis Juni 2024 verlängert wurde. Die Hamburger hatten erklärt, voll hinter Jatta zu stehen und ihn weiter "voll umfänglich" einzuplanen (TAG24 berichtete).

Nachreiner befürchtet ein langwieriges Verfahren im Fall des geflüchteten Fußballers. "Aus meiner Sicht ist nicht klar, ob eine abschließende Entscheidung ergehen kann oder ob man nicht sagen muss, das Verfahren muss man doch wieder aussetzen, bis etwa die Ausländer-Behörde zu einem definitiven Ergebnis kommt.

Der Fall Jatta könnte sich zu einer "unendlichen Geschichte entwickeln", sagte der 63 Jahre alte Jurist.

Bakery Jatta (Hamburger SV, 2.v.l.) sitzt neben Bernd Hoffmann (l), Vorstandsvorsitzender des HSV, auf dem DFB-Gelände auf einer Mauer.
Bakery Jatta (Hamburger SV, 2.v.l.) sitzt neben Bernd Hoffmann (l), Vorstandsvorsitzender des HSV, auf dem DFB-Gelände auf einer Mauer.  © dpa/Andreas Arnold

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