Einspruch oder nicht? So denkt St. Pauli über den Fall Jatta beim HSV

Hamburg - Das ist mal ein Zeichen! Rund drei Wochen vor dem Hamburger Derby hat der FC St. Pauli erklärt, dass der Verein auf einen Protest verzichten wird, sollte Bakery Jatta für den HSV auflaufen.

Bakery Jatta steht im Fokus der Öffentlichkeit.
Bakery Jatta steht im Fokus der Öffentlichkeit.  © Christian Charisius/dpa

Die Kiezkicker wollen eine Entscheidung auf dem Platz herbeiführen und sie auch im Falle einer Niederlage respektieren.

Zu Saisonbeginn verzichteten Darmstadt 98 und der Chemnitzer FC auf einen Protest gegen die Spielwertung.

Der 1. FC Nürnberg und VfL Bochum hingegen legten ihren Einspruch ein. Der Karlsruher SC bekräftigte bereits Tage vor dem Duell mit dem HSV, dass er es auch tun werde, sollte Jatta für die Norddeutschen auf dem Platz stehen.

Grund hierfür ist immer noch die unklare Situation um die Identität des jungen Gambiers. Laut eines Artikels der SportBild gibt es Zweifel am Alter und Namen Jattas. Der Deutsche Fußball-Bund und Hamburger Behörden ermitteln bereits, mit einem Ergebnis ist zeitnah allerdings nicht zu rechnen.

Da keine Beweise vorliegen, dass die Vorwürfe stimmen, lässt der HSV Jatta weiterhin auflaufen. Zumal der 21-Jährige weiterhin eine gültige Spielerlaubnis besitzt.

Dass es anders geht, zeigt nun ausgerechnet der Erzrivale. "Der menschliche Umgang in der Berichterstattung im Fall Bakery Jatta befremdet uns sehr. Zu einem laufenden Verfahren können wir nichts sagen", erklärte Präsident Oke Göttlich der Mopo.

Bei aller Rivalität zwischen den Vereinen hat der FC St. Pauli wieder einmal gezeigt, dass nicht immer der Sport im Mittelpunkt steht.

St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich hat Stellung im Fall Jatta bezogen.
St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich hat Stellung im Fall Jatta bezogen.  © Daniel Reinhardt/dpa

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