Fußball-Gott Meier schießt St. Pauli zum Sieg über Ingolstadt

Hamburg - Alex Meier sei Dank! Der Winter-Neuzugang hat den FC St. Pauli zum 1:0-Heimsieg über den FC Ingolstadt geschossen.

St. Paulis Mats Möller-Daehli schirmt den Ball vor Ingolstadts Paulo Otavio ab.
St. Paulis Mats Möller-Daehli schirmt den Ball vor Ingolstadts Paulo Otavio ab.  © DPA

Die Befürchtungen von FC St. Pauli-Trainer Markus Kauczinski vor dem Anpfiff bewahrheiteten sich. Sami Allagui fiel mit einer Magen-Darm-Erkrankung aus, Innenverteidiger Florian Carstens nahm ebenso auf der Bank Platz wie Flügelflitzer Ryo Miyaichi.

Außerdem spielte Hoffenheim-Leihgabe Justin Hoogma wieder in der Startelf, zudem rückten Waldemar Sobota und Ersin Zehir in die erste Elf.

Für die Partie gegen Ingolstadt forderte Kauczinski vor der Partie eine klare Leistungssteigerung. "Wenn du oben dranbleiben willst, dann musst du mehr investieren - über 90 Minuten", sagte er.

Doch in der Anfangsphase übernahmen die Gäste aus Ingolstadt die Kontrolle. Mit zwei Siegen im Rücken und einer Menge Selbstvertrauen traten sie in den ersten Minuten auf und drückten die Hausherren in die eigene Hälfte.

So verwunderte es nicht, dass die Schanzer auch zur ersten gefährlichen Aktion des Spiels kamen. Paulo Otavio prüfte in der neunten Spielminute St. Pauli-Keeper Robin Himmelmann mit einem Schuss aus 20 Metern.

Die Kiezkicker blieben dagegen vieles schuldig. Fehlpässe und Ungenauigkeiten prägten das Spiel der Kauczinski-Elf. Die schlechten Ergebnisse der vergangenen Spiele schienen ihre Spuren hinterlassen zu haben.

Luca Zander (links) und Ersin Zehir freuen sich mit dem am Boden liegenden Alex Meier über dessen Tor.
Luca Zander (links) und Ersin Zehir freuen sich mit dem am Boden liegenden Alex Meier über dessen Tor.  © DPA

Bis zum ersten Lichtblick des FC St. Pauli dauerte es mehr als eine halbe Stunde. Mats Möller-Daehli spielte mit seinem Gegner Katz und Maus, doch seine flache, scharfe Hereingabe fing Ingolstadt-Torwart Philipp Tschauner ab.

Kurz vor der Halbzeit zeigte sich erstmals auch Alex Meier. Doch sein Kopfbällchen war kein Problem für den Gäste-Schlussmann.

Nach 45 mehr als schwachen Minuten beider Mannschaften erlöste Schiedsrichter René Rohde sowohl die Fans als vermutlich auch die Spieler.

Überzeugend bei den Kiezkickern war bis dahin lediglich Justin Hoogma, der bei seinem Heim-Startelf-Debüt sicher agierte.

Trainer Markus Kauczinski schien in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben. St. Pauli agierte zu Beginn der zweiten Spielhälfte deutlich aggressiver und offensiver.

So kam Justin Hoogma nach 52 Minuten zum ersten richtig gefährlichen Abschluss der Hamburger. Nach einer Ecke bekam er allerdings keinen Druck hinter den Ball.

Und zwei Minuten später jubelte das Millerntor. Nach einem Foul im Mittelfeld schaltete Marvin Knoll schnell und schickte Daniel Buballa links auf die Reise. Sein Flachpass verwertete Alex Meier zum 1:0. Es war der vierte Treffer im fünften Spiel für den neuen Fußball-Gott am Millerntor.

Nach einer guten Stunde sah St. Paulis Christopher Buchtmann eine gelbe Karte mit Folgen. Es war seine Fünfte in dieser Saison. Der Zehner fehlt seiner Mannschaft damit beim kommenden Auswärtsspiel in Paderborn.

St. Pauli-Trainer Markus Kauczinski feuerte seine Mannschaft an.
St. Pauli-Trainer Markus Kauczinski feuerte seine Mannschaft an.  © DPA

Die Kiezkicker hatten die Partie anschließend im Griff.

Glück hatten sie lediglich bei einem Schuss in der 71. Minute von Sonny Kittel, der seinen Versuch aus 20 Metern etwas zu hoch ansetzte.

Die Schanzer drängten zwar auf den Ausgleich, die Abwehr des FC St. Pauli stand jedoch sicher.

In der 80. Minute musste Kauczinski wechseln. Ersin Zehir verließ mit Krämpfen den Platz. Für ihn kam Florian Carstens in die Partie.

In der Schlussphase verließen sich die Kiezkicker auf ihre Defensive und konnten kaum noch offensive Akzente setzen.

Der eingewechselte Jan-Marc Schneider hatte sogar noch das 2:0 auf dem Fuß. Doch sein Schuss auf das leere Tor ging Millimeter am Kasten vorbei.

Den abstiegsbedrohten Gästen aus Ingolstadt fiel gegen die kompakt stehende Abwehr nichts ein und so blieb es bis zum Abpfiff beim dann doch nicht ganz so unverdienten 1:0-Heimsieg des FC St. Pauli.

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