Nach Trainerwechsel beim FC St. Pauli: Hoogma spricht von "Niederlage der Mannschaft"

Hamburg - Hinter dem FC St. Pauli liegt eine turbulente Woche! Am Mittwoch entließ der Kult-Club Trainer Markus Kauczinski, am Sonntag gab Jos Luhukay seinen Einstand.

St. Pauli-Präsident träumt von Verhältnissen wie beim SC Freiburg.
St. Pauli-Präsident träumt von Verhältnissen wie beim SC Freiburg.  © DPA

Nach nur zehn Punkten aus zehn Spielen zogen die Verantwortlichen des FC St. Pauli in der vergangenen Woche die Reißleine und setzten Trainer Markus Kauczinski vor die Tür.

Wie im Fußball-Geschäft so üblich, ist der Trainer das schwächste Glied in der Kette und muss bei Misserfolg gehen. Da bildet auch der Hamburger Kult-Club keine Ausnahme.

Auch wenn Präsident Oke Göttlich es gerne anders hätte. "Ich habe eine romantische Vorstellung und sehe den SC Freiburg und den 1. FC Heidenheim als Vorbilder", erklärte er in der vergangenen Woche bei der Vorstellung von Neu-Trainer Jos Luhukay.

In Freiburg schwingt Christian Streich seit Ende 2011 das Zepter, in Heidenheim coacht Frank Schmidt die Mannschaft bereits seit 2007. Vorstellungen, die Göttlich ins Schwärmen bringen. "Ich wünsche mir auf dem Posten des Trainers und des Sportdirektors Kontinuität", sagte er.

Ganz so einfach ist dies aber nicht, wie die vergangene Woche zeigte. Der FC St. Pauli entschied sich für die aktuelle Entwicklung und gegen die Kontinuität.

Justin Hoogma sieht nach dem Trainerwechsel die Mannschaft in der Verantwortung.
Justin Hoogma sieht nach dem Trainerwechsel die Mannschaft in der Verantwortung.  © DPA

Nach dem ersten Spiel unter Luhukay gegen Arminia Bielefeld war auch der Trainerwechsel bei den Spielern ein Gesprächsthema.

"Es war nicht einfach", gestand Abwehrspieler Justin Hoogma, der erst seit Ende Januar im Verein ist. "Kauczinski war ein super Typ." Geholfen hat ihm das allerdings nicht.

Hoogma sah die Schuld bei der aktuellen Ergebnismisere aber nicht beim Trainer. "Ein Trainerwechsel ist immer auch eine Niederlage der Mannschaft", sagte der junge Holländer offen. Richtig, denn verantwortlich auf dem Platz sind in erster Linie die Spieler.

Daher galt es für die Mannschaft auch nicht lange zurückzublicken. "Es war wichtig, den Wechsel schnell abzuhaken und sich auf das nächste Spiel zu fokussieren", erklärte Hoogma.

Das hat gegen Bielefeld nur halbwegs funktioniert. In der ersten Halbzeit boten die Kiezkicker eine sehr schwache Leistung, die an die zurückliegenden Auftritte unter Kauczinski erinnerte.

Doch Neu-Trainer Luhukay schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. In der zweiten Hälfte agierte St. Pauli deutlich aggressiver und verdiente sich so den Ausgleich.

Darauf gilt es nun in den kommenden Wochen und für die restlichen fünf Spiele aufzubauen. Denn wie Alex Meier richtig anmerkte: "Es war ja vorher auch nicht alles schlecht."

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