Stark begonnen, stark nachgelassen: So verlief das Debüt der HSV-Neuzugänge

Hamburg - Mit einem am Ende glücklichen 1:1-Unentschieden gegen den SV Darmstadt 98 (TAG24 berichtete) ist der Hamburger SV in die Zweitliga-Saison gestartet. Die zahlreichen Neuzugänge zeigten dabei unterschiedliche Leistungen.

Torwart Daniel Heuer Fernandes patzte im entscheidenden Moment.
Torwart Daniel Heuer Fernandes patzte im entscheidenden Moment.  © Carmen Jaspersen/dpa

Inzwischen könnte Trainer Dieter Hecking eine ganze Elf nur mit Neuzugängen aufstellen, doch noch sind nicht alle fit oder kamen für die Partie gegen Darmstadt in Frage.

Immerhin sechs von ihnen schafften es auf Anhieb in die Startelf, zwei weitere wurden eingewechselt und gaben ebenfalls ihr Pflichtspieldebüt für den Hamburger SV.

Im Tor führte für Hecking kein Weg an Daniel Heuer Fernandes vorbei. Doch als es auf den Keeper ankam, leistete er sich einen kleinen, aber entscheidenden Fehler. "Den Schuss vorher muss ich natürlich auch besser klären – nicht in die Mitte, sondern zur Seite weg. Natürlich ist es ärgerlich, dass der Nachschuss sitzt", sagte der 26-Jährige nach der Partie.

Ansonsten wurde die neue Nummer eins des HSV nur selten geprüft.

Auf den beiden defensiven Außenbahnen zeigten Tim Leibold und Jan Gyamerah ein unauffälliges Debüt. Während sie in den ersten 45 Minuten noch deutlich mehr Spielanteile hatten, tauchten sie in der zweiten Hälfte wie ein Großteil der Mannschaft ab. Beide haben noch deutlich Luft nach oben.

Linksverteidiger Tim Leibold schirmt gegen Victor Palsson den Ball ab.
Linksverteidiger Tim Leibold schirmt gegen Victor Palsson den Ball ab.  © Carmen Jaspersen/dpa

Mit einer starken ersten Halbzeit, aber genauso schwachen zweiten, verlief das Debüt von Adrian Fein auf der Sechser-Position. Zu Beginn überzeugte er mit viel Übersicht als Ballverteiler und zog geschickt die Fäden. Anschließend wurden auch seine Aktionen mit zunehmendem Darmstädter Druck weniger und der 20-Jährige erlaubte sich einige Fehlpässe. Sein erster Pfichtspieleinsatz macht aber Hoffnung.

Ähnlich erging es Jeremy Dudziak. Nach gutem Beginn leistete auch er sich immer mehr Fehler und wurde in der 64. Minute ausgewechselt. Auf Dauer muss von ihm aufgrund der großen Konkurrenz im Mittelfeld mehr kommen.

Sonst dürften Sonny Kittel und David Kinsombi, die beide nach ihren Einwechslungen Akzente setzen konnten, an ihm vorbeiziehen.

Im Sturm ruhen die Hoffnungen in dieser Saison auf Lukas Hinterseer. Nach seinen 32 Toren in den vergangenen Spielzeiten erhoffen sich die HSV-Verantwortlichen eine ähnliche Quote. Doch im ersten Spiel konnte sich der Österreicher nur selten in Szene setzen und strahlte so gut wie keine Torgefahr aus.

Im Gegensatz zu seinen Mannschaftskollegen muss sich Hinterseer aber keine Sorge um seinen Platz in der Startelf machen, die Konkurrenten im Angriff sind keine wirkliche Alternative zu ihm.

Im kommenden Spiel beim 1. FC Nürnberg am Montag (20.30 Uhr) dürfte Trainer Hecking wieder auf zahlreiche Neuzugänge in der ersten Elf vertrauen, vielleicht erhalten dann weitere Spieler eine Chance.

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