HSV setzt zum Trainingsstart auf Rückkehrer statt Neuzugängen

Hamburg - Der Hamburger SV verabschiedete sich mit einer Niederlage bei Holstein Kiel in die Winterpause. Verantwortliche und Spieler können vor der richtungsweisenden Rückrunde neue Kräfte tanken.

Trainer Hannes Wolf startet am 5. Januar mit dem Hamburger SV in die Vorbereitung auf die Rückrunde.
Trainer Hannes Wolf startet am 5. Januar mit dem Hamburger SV in die Vorbereitung auf die Rückrunde.  © DPA

Sportlich steht der Bundesliga-Absteiger top da, grüßt mit drei Punkten vor dem Relegationsrang von der Tabellenspitze. Doch finanziell sieht es düster aus.

Die finanzielle Lage beim Hamburger SV bereitet den Verantwortlichen Bauchschmerzen. Zu sehr hängt der Verein am Tropf von Investor Klaus-Michael Kühne.

Nicht umsonst bezeichnete Vorstandsboss Bernd Hoffmann die Situation jüngst als "dramatisch". Neuzugänge sind in der Winterpause nahezu ausgeschlossen.

Ein weiteres Jahr in der zweiten Liga kann sich der HSV nicht leisten. Der Absturz in die Bedeutungslosigkeit droht. Die Verantwortlichen wollen die gute Ausgangsposition nutzen, um die Mission "sofortiger Wiederaufstieg" zu realisieren.

Trainer Hannes Wolf begrüßt am 5. Januar also nur altbekannte Gesichter. Freuen darf sich dennoch auf zwei Rückkehrer, die die Hinrunde verletzt verpassten.

Rick van Drongelen (links) spielte sich in der Hinrunde in der Innenverteidigung des HSV fest.
Rick van Drongelen (links) spielte sich in der Hinrunde in der Innenverteidigung des HSV fest.  © DPA

Gideon Jung und Kyriakos Papadopoulos, die beide mit Knorpelschaden im Knie ausfielen, stehen vor einer Rückkehr auf dem Platz.

Trainer Wolf steht damit vor einem Luxusproblem in der Verteidigung. Sowohl Jung als auch Papadopoulos waren als Stammkräfte eingeplant, nun haben sich andere wie Rick van Drongelen in den Vordergrund gespielt. Der Niederländer dürfte seinen Platz in der Startelf nicht kampflos räumen.

Und die Zeit für die beiden Rückkehrer ist kurz. Nach dem Trainingsstart geht es für den HSV vom 12. bis 19. Januar ins spanische La Manga ins Trainingslager. In den beiden Testspielen gegen die Schweizer Clubs FC St. Gallen (14. Januar) und FC Lugano (18. Januar) können sie Spielpraxis sammeln.

Doch Wolf will sie behutsam aufbauen. Er wolle sie im Verlauf der Rückrunde in einem stabilen Zustand vorfinden und auf ein gutes Level bringen.

Dazu kommen Spieler, die im Verlauf der Hinrunde unter ihren Möglichkeiten blieben und auf die Vorbereitung brennen. So wollen Léo Lacroix, Matti Steinmann, Christoph Moritz und Jan-Fiete Arp Trainer Wolf von ihren Fähigkeiten überzeugen.

Bleibt der HSV in der Vorbereitung auf die Rückrunde vom Verletzungspech verschont, steht Hannes Wolf vor der Qual der Wahl. Das Spielermaterial ist zu gut für die zweite Liga, dem Aufstieg ins Fußball-Oberhaus steht dann nichts mehr im Wege.

Vieles wird aber auch von der Mitgliederversammlung am 19. Januar abhängen, wo ein neuer HSV-Präsident gewählt werden soll.

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