Dank Video-Assistent! Hunt rettet HSV einen Punkt gegen Darmstadt

Hamburg - Was für ein Drama! Der Hamburger SV hat dank Aaron Hunt am Ende gegen den SV Darmstadt 98 noch einen Punkt gerettet. Nach mehr als 90 Minuten hieß es 1:1. Tim Skarke hatte die Gäste direkt nach der Pause vor 44.475 Zuschauern im Volksparkstadion in Führung gebracht.

HSV-Kapitän Aaron Hunt behauptet den Ball gegen Darmstadt-Verteidiger Victor Palsson.
HSV-Kapitän Aaron Hunt behauptet den Ball gegen Darmstadt-Verteidiger Victor Palsson.

Mit neuem Stadion-Programm und sechs Neuzugängen startete der Hamburger SV in die Saison.

Trainer Dieter Hecking vertraute im Tor wie erwartet Daniel Heuer Fernandes. Zudem standen Jan Gyamerah, Tim Leibold, Jeremy Dudziak, Adrian Fein und Lukas Hinterseer von Beginn an auf dem Platz.

Sein Gegenüber, Darmstadt-Trainer und Ex-HSV-Profi Dimitrios Grammozis, setzte hingegen auf "nur" drei Neuzugänge. Torwart Marcel Schuhen, Fabian Schnellhardt und Dario Dumic gaben ihr Pflichtspieldebüt für die Lilien.

Von Beginn an entwickelte sich die zu erwartende Partie. Die Hamburger übernahmen das Kommando und drückten die Gäste aus Darmstadt in deren Hälfte.

Doch die Hecking-Elf konnte aus den mehr als 60 Prozent Ballbesitz kein Kapital schlagen, auch klarste Chancen wurden von den Hausherren vergeben.

Die besten Möglichkeiten für den HSV hatten Aaron Hunt in der 14. Minute, als er von Dudziak bedient wurde und völlig freistehen aus fünf Metern verzog.

In der 27. Minute war es der Neuzugang vom FC St. Pauli, der nach feinem Pass von Bakary Jatta aus zwölf Metern das Tor verfehlte.

Darmstadt-Trainer Dimitrios Grammozis bewies in der Halbzeit ein glückliches Händchen.
Darmstadt-Trainer Dimitrios Grammozis bewies in der Halbzeit ein glückliches Händchen.

Von den Gästen aus Darmstadt war in der Offensive wenig zu sehen. Lediglich zwei Schüsse von Marvin Mehlem, der in der vergangenen Saison beim 3:2-Last-Minute-Sieg der Lilien im Volksparkstadion doppelt traf, und ein Schuss in der Schlussphase von Serdar Dursun deuteten so etwas wie Gefahr an.

Aufregung herrschte hingegen in der 25. Minute, als HSV-Linksverteidiger Leibold auf der Strafraumgrenze gelegt wurde. Doch weder Schiedsrichter Robert Hartmann noch Video-Assistentin Bibiana Steinhaus erkannten das klare Foulspiel. Und so ging es mit einem 0:0 nach 45 Minuten in die Halbzeit.

Darmstadts Trainer Grammozis wechselte in der Halbzeit einmal aus und brachte Tim Skarke für Fabian Schnellhardt. Und damit sollte er ein glückliches Händchen beweisen. Der Neuzugang stand erst eine Minute auf dem Platz, als er die Führung für die Lilien erzielte.

HSV-Keeper Heuer Fernandes konnte einen Dursun-Schuß noch parieren, doch gegen den Kopfball von Skarke war er machtlos.

Mit der Führung im Rücken wirkten die Darmstädter deutlich sicherer in ihren Aktionen und suchten gezielter den Weg nach vorn, ohne ihre Defensive zu vernachlässigen. Der HSV hingegen war deutlich angezählt und leistete sich mehrere Unkonzentriertheiten.

HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes traf im ersten Saisonspiel auf seinen alten Verein.
HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes traf im ersten Saisonspiel auf seinen alten Verein.

Nach 64 Minuten reagierte HSV-Coach Hecking doppelt. Er brachte die beiden Neuzugänge David Kinsombi und Sonny Kittel für Dudziak und Jatta.

Vier Zeigerumdrehungen später reagierte auch Grammozis. Der Darmstadt-Trainer wechselte Mandela Egbo für den Gelb-belasteten Fabian Schnellhardt ein.

Nach 70 Minuten und der nächsten misslungenen Flanke hatten die HSV-Fans genug und pfiffen. Nach einer starken Anfangsphase flachte die Leistung der Rothosen immer mehr ab. Bei den Anhängern wurden die Erinnerungen an die schwache Rückrunde wieder hervorgerufen.

Den Hausherren gelang in der Offensive nicht mehr viel. Mit Manuel Wintzheimer zog Hecking in der 75. Minute den letzten Joker.

Klare Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Es machte sich das Gefühl breit, also wolle Darmstadt nicht mehr, und der HSV könne nicht mehr. Die Lilien verschanzten sich um ihren eigenen Strafraum herum und ließen dem HSV kaum Raum. Den Hausherren fiel außer einigen Weitschüssen, die das Tor von Marcel Schuhen deutlich verfehlten, nicht fiel ein.

Die letzte Chance hatte Kittel in der Nachspielzeit mit einem Freistoß, doch sein Versuch landete deutlich neben dem Gäste-Gehäuse.

Brenzlig wurde es in der 94. Minute, als der HSV nach einem vermeintlichen Foul an Wintzheimer einen Elfmeter forderte. Nach Betrachtung der Bilder entschied Schiedsrichter Hartmann auf Strafstoß.

Kapitän Hunt übernahm Verantwortung und erzielte den viel umjubelten Ausgleich, bei dem es auch am Ende blieb. Das Unentschieden war am Ende der mehr als 90 Minuten eine gerechte Punkteteilung.

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