Peinliche Niederlage gegen Magdeburg: HSV verliert in der Nachspielzeit!

Hamburg - Peinlicher Auftritt des Hamburger SV! Der Tabellenzweite verlor gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Magdeburg mit 1:2. Die Niederlage war nach dem Auftritt des HSV mehr als verdient!

Magdeburgs Torhüter Alexander Brunst und Dennis Erdmann können dem Ball nur noch hinterschauen.
Magdeburgs Torhüter Alexander Brunst und Dennis Erdmann können dem Ball nur noch hinterschauen.  © DPA

Der HSV konnte mit der Niederlage die Patzer der Konkurrenz nicht nutzen. Union Berlin und der SC Paderborn spielten nur unentschieden, Holstein Kiel schlug den FC St. Pauli (TAG24 berichtete). Die Hamburger leider auch.

Im letzten Montags-Heimspiel dieser Saison für den HSV vertraute Trainer Hannes Wolf der gleichen Startelf, wie beim Pokalsieg in Paderborn. Das hieß auch: Kyriakos Papadopoulos feierte in dieser Spielzeit sein Liga-Debüt.

Die Magdeburger, trainiert von Ex-HSV-Trainer Michael Oenning, tauschten einmal aus. Alexander Brunst ersetzte Giorgi Loria zwischen den Pfosten.

Der Abstiegskandidat aus Sachsen-Anhalt begann forsch und versteckte sich keineswegs. Die erste größere Chance hatten jedoch die Hamburger. Orel Mangala steckte nach 13 Minuten auf Lewis Holtby durch, doch der Kapitän konnte sich nicht zwischen Schuss und Pass entscheiden, sodass Brunst locker zupacken konnte.

Die Magedeburger hatten durch Dennis Erdmann (19. Minute, Kopfball nach einer Ecke) und einem Schuss von Charles Laprevotte (24.) die besseren Chancen, erzielten nach 22 Minuten sogar die vermeintliche Führung. Doch Schiedsrichter Bastian Dankert entschied auf Abseits. Es war eine 50:50-Entscheidung gegen Felix Lohkemper. Glück für den HSV!

Nach einer halben Stunde kam jedoch die Erlösung für die Gastgeber. Nach einem Santos-Freistoß kam Bakery Jatta im Magdeburger Strafraum an den Ball und erzielte die 1:0-Führung für die Hamburger.

Hamburgs Bakery Jatta und Magdeburgs Jan Kirchhoff kämpfen um den Ball.
Hamburgs Bakery Jatta und Magdeburgs Jan Kirchhoff kämpfen um den Ball.  © DPA

Glück hatte der Tabellenzweite aus dem Norden kurz vor der Pause, als David Bates in einen Schuss von Lohkemper warf und seinem HSV so die Halbzeit-Führung rettete.

In den ersten Minuten der zweiten Hälfte stand Schiedsrichter Bastian Dankert im Mittelpunkt. Erst entschied der Referee auf Elfmeter für den HSV, die Magdeburger waren außer sich. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten entschied Dankert aber zurecht auf Ecke für den HSV.

Aus der entstand die nächste knifflige Situation. Nach einem Kopfball sprang FCM-Spieler Tobias Müller der Ball klar an die Hand. Schiedsrichter Dankert ließ weiterspielen, klare Fehlentscheidung!

Im Gegensatz zur ersten Hälfte hatten die Hamburger das Spiel im Griff. Das Übergewicht konnte der Tabellenzweite jedoch nicht nutzen. Stattdessen kamen die Gäste zum überraschenden, aber nicht unverdienten Ausgleich. Nach Pass von Rico Preißinger tauchte Marius Bülter frei vor Pollersbeck auf und schob locker zum 1:1 ein.

Verkehrte Welt im Volksparkstadion. In Halbzeit war Magdeburg besser, der HSV erzielte den Treffer, in Hälfte zwei starteten die Hamburger besser, doch die Gäste machten das Tor.

Tobias Müller grätscht Pierre-Michel Lasogga den Ball vom Fuß. Schiedsrichter Dankert entschied zuerst auf Elfmeter in dieser Szene, nahm seinen Pfiff jedoch zurück.
Tobias Müller grätscht Pierre-Michel Lasogga den Ball vom Fuß. Schiedsrichter Dankert entschied zuerst auf Elfmeter in dieser Szene, nahm seinen Pfiff jedoch zurück.  © DPA

Was der HSV anschließend zeigte, war für einem selbsternannten Aufstiegskandidaten zu wenig. Die Zuschauer machten ihrem Unmut über die peinliche Leistung ihrer Mannschaft mit lautstarken Pfiffen Luft.

Hamburgs Trainer Wolf versuchte mit den Hereinnahmen von Berkay Özcan (67.) und Khaled Narex (76.) neuen Schwung ins Spiel zu bringen, doch die Verunsicherung kam auch bei ihnen an.

Mit Nachwuchstalent Mats Köhlert für Kapitän Holtby zog Hannes Wolf seine letzte Karte.

In den Schlussminuten machte das Spiel der Hamburger keine Lust mehr. Mit dieser Leistung, speziell in den letzten 30 Minuten, gerät der Aufstieg sogar noch in Gefahr.

So kam es, wie es kommen musste. Wie schon gegen Darmstadt verlor der HSV das Spiel mit der letzten Aktion der Partie. Nach einem Magdeburger Freistoß kam Philip Türpitz an den Ball und traf ins Hamburger Herz. Die Magdeburger hingegen feierten den verdienten Siegtreffer ausgiebig vor den mitgereisten Fans.

Tretten die Hamburger in der kommenden Woche beim Tabellenführer 1. FC Köln erneut so auf, droht ihnen ein Debakel! Der Vorsprung auf Union Berlin schmolz auf drei Zähler.

Die Magdeburger hingegen legten einen couragierten Auftritt hin, verdienten sich den Sieg. Mit dem Dreier zieht der FCM mit dem 15. aus Sandhausen gleich.

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