Wegen Jatta: Auch VfL Bochum legt Protest gegen HSV-Sieg ein

Hamburg - Der Hamburger SV treibt ein risikoreiches Spiel! Nach dem 1. FC Nürnberg hat nun auch der VfL Bochum Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt.

Bakery Jatta lief gegen den VfL Bochum auf.
Bakery Jatta lief gegen den VfL Bochum auf.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Auf der Internetseite erklärte der Ruhr-Club den Protest wie folgt: "Der VfL Bochum 1848 hat zur Fristwahrung und in Wahrnehmung seiner Verantwortung für die Mannschaft und das Vereinswohl Einspruch gegen die Spielwertung der Partie beim Hamburger SV eingelegt. Der Einspruch erfolgt im Hinblick auf die nach wie vor ungeklärte Situation um die Spielberechtigung des HSV-Spielers Bakery Jatta, wie sie sich aus den Medienberichten darstellt."

Die SportBild hatte in einem Bericht die Identität von Bakery Jatta hinterfragt. Der Gambier war 2015 nach Deutschland geflüchtet und lebte zunächst in der Nähe von Bremen. 2016 wechselte er zum Hamburger SV.

Laut der SportBild könnte Jatta allerdings einen anderen Namen haben und älter als von ihm angegeben sein. Er wird mit 21 Jahren geführt.

In diesem Zuge war der Spieler bereits in der vergangenen Woche mit Vereinsverantwortlichen zu einer Anhörung vor dem DFB-Kontrollausschuss gereist. Ergebnisse wurden nach der Befragung nicht mitgeteilt, weil es sich um eine "interne Anhörung innerhalb der Voruntersuchung" handelte, wie der DFB mitteilte.

Für alle bisherigen Partien blieb die Spielberechtigung von Jatta allerdings gültig. Sollten sich im Zuge der Untersuchungen neue Erkenntnisse ergeben, ist ein Entzug der Spielberechtigung möglich.

Update, 12.55 Uhr: Kommender Gegner beschäftigt sich mit Protest

Die Partie zwischen dem Karlsruher SC und dem Hamburger SV hat noch nicht einmal stattgefunden, da prüfen die Badener schon vorab einen Einspruch für den Fall, dass der HSV Bakery Jatta einsetzen und Zähler mit nach Hause nehmen würde.

"Wir warten jetzt die Entwicklung in dieser Woche ab und würden uns gegebenenfalls den Protesten von Nürnberg und Bochum anschließen", sagte Sportvorstand Oliver Kreuzer dem Abendblatt.

Der Ex-HSV-Manager forderte zudem die Verbände auf, für schnelle Klarheit zu sorgen. "Der DFB und die DFL müssen diesen Fall jetzt schnellstmöglich klären und für rechtliche Sicherheit sorgen."

Update, 15.29 Uhr: Entscheidung bis Mitte September

Im Gespräch mit dem "Kicker" hat der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts Hans E. Lorenz nun einen Zeitrahmen für eine mögliche Entscheidung in dem Fall genannt.

Demnach gehe er davon aus, dass die Angelegenheit bis spätestens Mitte September entscheidungsreif sei.

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