Boldt startet Herkulesaufgabe HSV mit großen Ambitionen

Hamburg - Hinter dem neuen starken Mann beim Hamburger SV liegen ereignisreiche Tage. Am Freitag unterzeichnete Jonas Boldt beim Fußball-Zweitligisten einen Zwei-Jahres-Vertrag als neuer Sport-Vorstand.

Jonas Boldt steht im Hamburger Volksparkstadion vor einer Tribüne.
Jonas Boldt steht im Hamburger Volksparkstadion vor einer Tribüne.  © DPA

"Es ging alles sehr schnell die letzten Tage", erklärte der 37-Jährige bei seiner Vorstellung am Freitag im Volksparkstadion.

Wie Jonas Boldt erklärte, habe sich die Mögichkeit vor ein paar Tagen ergeben. Dabei habe sich der Gedanke beim Hamburger SV etwas bewegen zu können, vom ersten Moment an gut angefühlt.

"Die Situation könnte nicht unterschiedlicher zu Leverkusen sein, aber ich starte hier in Hamburg mit großer Vorfreude auf die Herausforderung", sagte Boldt.

Als neuer Sportvorstand des HSV übernimmt der gebürtige Nürnberger andere Aufgaben als zuvor bei Bayer Leverkusen, wo er in der zurückliegenden Saison als Manager agierte.

"Mir ist klar, dass hier alles größer und intensiver", gab Boldt zu. Der Verein polarisiere, aber genau dahin liege auch der Reiz an der Aufgabe, wie er sagte. "Ich will die Energie in die richtige Richtung lenken."

Und das ist auch nötig. Boldt ist kein Mann leiser Töne. "Ich habe große Ambitionen und jeder weiss, was das bedeutet." Mit seiner Verpflichtung wurde das große Ziel für die kommende Saison mit dem Aufstieg noch einmal deutlich untermauert.

Der neue Sport-Vorstand geht an geschichtsträchtigen HSV-Bildern, wie zu sehen mit Uwe Seeler, vorbei.
Der neue Sport-Vorstand geht an geschichtsträchtigen HSV-Bildern, wie zu sehen mit Uwe Seeler, vorbei.  © DPA

Zuerst einmal muss er aber die Liste an Aufgaben seines Vorgängers Ralf Becker übernehmen. Ganz oben steht das Finden eines neuen Trainers. "Der muss so schnell wie möglich her. Aber hier gilt ganz klar Qualität vor Zeit", machte Boldt klar.

Von dem neuen Mann an der Seitenlinie im Volksparkstadion hat er bereits klare Vorstellungen, auf die er bei seiner Präsentation nicht weiter eingehen wollte. Genauso wenig, ob es nun Gespräche mit anderen Trainern geben werde als zuvor.

Eine vermeintliche Einigung mit Dieter Hecking, die Ralf Becker noch am Freitagmorgen erzielt haben soll, dementierte er. "Ich kann aber auch nicht ausschließen, dass Hecking hier Trainer wird", sagte Boldt.

Neben einem neuen Trainer muss der 37-Jährige auch eine neue Mannschaft zusammenstellen. "Der aktuelle Kader ist interessant, es wird aber noch Veränderungen geben."

Ob darunter auch die Personalien Michael Mutzel (Sportdirektor) und Johannes Spors (Chefanalytiker) fallen, wollte Boldt nicht kommentieren.

Wie der neue Sportvorstand erklärte, habe es bereits im vergangenen Jahr Gespräche zwischen ihm und dem HSV gegeben, aber der Boldt entschied sich für einen Verbleib beim Werksclub. "Ich dachte, ich würde den Rest meiner Karriere dort verbringen", sagte er.

Nun hat er für die kommenden zwei Jahre seine Zelte in Hamburg aufschlagen. "Wenn die zwei Jahre eintreffen, dann ist das schon ein großer Erfolg", erklärte Jonas Boldt. Optimismus klingt anders.

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