Fehlende Angebote: Verscherbelt der HSV jetzt seine Ladenhüter?

Hamburg - Mehr als 30 Spieler! Der Kader des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV ist eindeutig zu groß. Der Verein tut einiges, um überflüssige Spieler loszuwerden, doch es gibt ein Problem: Es mangelt an Angeboten!

Gotoku Sakai dürfte sich über seine momentane Situation ärgern.
Gotoku Sakai dürfte sich über seine momentane Situation ärgern.  © Christian Charisius/dpa

Durch die Transferoffensive mit bisher elf Neuverpflichtungen hat der HSV zwar an Qualität gewonnen, aber auch an Größe.

Bereits vor dem Saisonstart wurde der Kader von Trainer Dieter Hecking verkleinert. Tatsuya Ito, Matti Steinmann und Vasilije Janjicic wurden aus dem Kader geschmissen und müssen sich bei der U21 fithalten.

Geht es nach den Verantwortlichen, sollen sie den Verein verlassen. Doch bisher stehen die Interessenten bei diesen Spielern nicht unbedingt Schlange.

Abgeschreckt werden sie zudem von zu hohen Gehaltsforderungen der ausgemusterten Akteure. Diese scheinen nicht bereit zu sein, auf einen Großteil ihres Gehalts zu verzichten, das sie beim HSV verdienen. Lieber versauern sie auf der Tribüne und halten weiter die Hand auf.

Hinzu kommen zahlreiche Akteure, die in den Planungen von Trainer Hecking und Sportvorstand Jonas Boldt keine Rolle mehr spielen.

Zum Trainingsauftakt versprühte Julian Pollersbeck noch gute Laune.
Zum Trainingsauftakt versprühte Julian Pollersbeck noch gute Laune.  © Axel Heimken/dpa

Zu ihnen gehört der letztjährige Kapitän Gototu Sakai. Der Japaner wurde bereits Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn angeboten, doch die Ostwestfalen lehnten einen Wechsel ab.

Bleibt noch das Interesse aus seiner Heimat von Vissel Kobe, das von Ex-HSV-Coach Thorsten Fink trainiert wird. Mehr aber auch nicht.

Ähnlich schlechte Karten besitzt derzeit David Bates beim HSV. Doch bislang erhielt der HSV noch kein offizielles Angebot für die schottische Abwehrkante.

Ganz anders sieht es dagegen bei Julian Pollersbeck aus. Die Nummer drei in der Torwart-Hierarchie hätte zu Champions-League-Teilnehmer RB Salzburg nach Österreich wechseln können, ließ den Transfer aber aus unerklärlichen Gründen platzen.

Seine Chancen auf Einsatzzeiten stehen gleich null, doch ein Interesse an einem Wechsel scheint er nicht zu haben. Der 24-Jährige scheint sich mit seinem Platz auf der Tribüne arrangiert zu haben.

Die Verantwortlichen des HSV stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Entweder sie zahlen weiter die Gehälter der Spieler, oder sie lassen sie für weniger Geld als bisher gefordert ziehen.

Mehr zum Thema HSV:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0