Trotz Trennung: HSV zahlt weiter das Gehalt von Hannes Wolf!

Hamburg - Das war's! Hannes Wolf ist als Trainer beim Fußball-Zweitligisten Hamburger SV Geschichte. Der 38-Jährige verabschiedete sich am Montag aus dem Volksparkstadion.

Hannes Wolf stand auch in seinem Einsatz als HSV-Trainer engagiert an der Seitenlinie.
Hannes Wolf stand auch in seinem Einsatz als HSV-Trainer engagiert an der Seitenlinie.  © DPA

Nach sieben Monaten und dem verpassten Aufstieg endete die Zeit von Hannes Wolf beim Hamburger SV nach dem letzten Saisonspiel.

Vor seiner Abfahrt vom Vereinsgelände erfüllte er noch einigen Fans einen letzten Autogrammwunsch.

"Ich freue mich nicht, dass es jetzt vorbei ist", sagte er bereits am Sonntag nach der Partie gegen den MSV Duisburg. "Es ist ein fantastischer Verein, aber es ist eben scheiße gelaufen."

Trotz des verpassten Saisonzieles und den Anfeindungen der Fans spüre Wolf keine Erleichterung, dass seine Zeit in Hamburg nun vorbei ist. "Es war immer eine vertrauensvolle Arbeit", erklärte der scheidende Trainer.

Daher wollte er, gemeinsam mit der Mannschaft, noch einen versöhnlichen Saisonabschluss feiern. Was mit dem 3:0-Sieg über Duisburg auch gelang. "Wir wollten ein gutes Spiel machen und das ist uns mit vielen jungen Leuten gelungen", sagte Wolf.

Vor allem die beiden Youngster Fiete Arp, der im Sommer zum FC Bayern München, und Mats Köhlert überzeugten. Während der Saison verzichtete der Trainer aber weitesgehend auf die beiden Talente. "Wir werden nie herausfinden, was wäre, wenn die beiden öfter gespielt hätten", machte er deutlich.

Nach der Partie verabschiedete sich der 38-Jährige auch von Vereinsboss Bernd Hoffmann.
Nach der Partie verabschiedete sich der 38-Jährige auch von Vereinsboss Bernd Hoffmann.  © DPA

Der Sieg gegen den Letzten aus Duisburg dürfte auch für Wolf etwas Balsam auf seiner Seele gewesen sein. Dennoch sei ihm auch bewusst gewesen, dass "das Spiel die letzten Wochen nicht wieder gut machen konnte".

Sportlich konnte der Hamburger SV den zu erwartenden Leistungen nicht gerecht werden und verpasste am Ende den Aufstieg. "Das ist Schwerste zu akzeptieren, ist das Verpassen des Saisonzieles", erklärte Wolf.

Seine Mannschaft habe, obwohl sie aus seiner Sicht am Limit spielte, zu oft nur mit einem Tor Unterschied gewonnen. "Wir haben alles gegeben, aber es hat eben nicht gereicht. Aber keiner ist krank. Es gibt andere Katastrophen als den verpassen Aufstieg", lautete sein abschließendes Fazit.

Der 38-Jährige werde sich nun Aufgaben suchen, um sich von der zurückliegenden Saison abzulenken. Wie es mit ihm weitergeht, ist noch unklar.

Ganz verschwinden wird der Name Hannes Wolf beim Hamburger SV allerdings nicht. Sein bis 2020 laufender Vertrag wurde noch nicht aufgelöst, sein Gehalt (rund 650.000 Euro im Jahr) kassiert der 38-Jährige also immer noch.

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