HSV schmeißt Wolf nach Saisonende raus!

Hamburg - Was die Spatzen bereits vor zwei Wochen nach der peinlichen 0:3-Heimniederlage gegen den FC Ingolstadt von den Dächern zwitscherten, tritt nun ein. Der Hamburger SV trennt sich von Trainer Hannes Wolf.

Hannes Wolf verlässt den HSV.
Hannes Wolf verlässt den HSV.  © DPA

Dies bestätigte der Verein am Mittwoch. "Ich habe Hannes nach dem 0:3 gegen Ingolstadt gesagt, dass es für ihn hier im Sommer nicht weitergehen wird, dass wir etwas anderes machen wollen", sagte Sportvorstand Ralf Becker der Bild.

Und weiter: „Wir mussten am Ende überlegen, was das Beste für den HSV ist.“

Das hörte sich am Dienstag von Seiten des Hamburger SV allerdings noch ganz anders an.

"Wir reden nicht über Hannes Wolf,, sondern mit ihm" sagte Vereins-Boss Bernd Hoffmann. Gemeinsam wolle man die Situation analysieren und eine Entscheidung treffen.

Doch das Aus des Trainers war da schon längst besiegelt, seit elf Tagen!

Dennoch ist die Trennung des Hamburger SV von Hannes Wolf mehr als nachvollziehbar. Mit einer katastrophalen Rückrunde verspielte die Mannschaft den fast schon sicher geglaubten Aufstieg.

In den vergangenen 16 Spielen holte der HSV nur magere 16 Zähler und belegt in der Rückrunden-Tabelle den 16. Platz. Es ist die Bilanz eines Absteiger und eben nicht die eines Aufsteigers, die Wolf zum Verhängnis wurde.

HSV-Boss Bernd Hoffmann sprach am Dienstag noch von einer gemeinsamen Analyse der Situation mit Hannes Wolf.
HSV-Boss Bernd Hoffmann sprach am Dienstag noch von einer gemeinsamen Analyse der Situation mit Hannes Wolf.  © DPA

Mit der Entlassung bleibt der Verein sich treu und schickt den Trainer bei sportlichem Misserfolg in die Wüste. Dabei wollte Club-Boss Hoffmann doch genau diesen "Teufelskreis des Schreckens" durchbrechen, wie er noch am Dienstag sagte.

Entweder waren seine Worte zu diesem Zeitpunkt gelogen oder er wusste nicht, was die anderen im Verein taten.

So oder so hat der Hamburger SV mal wieder alles dafür getan, sich nach außen hin schlecht zu verkaufen.

Nun bleibt nur noch die Frage: Wer folgt auf Hannes Wolf als Trainer beim Zweitligisten.

Bruno Labbadia (noch VfL Wolfsburg) scheint keine Lust auf einen dritten Amtsantritt im Volkspark zu haben und so scheint Gladbachs Dieter Hecking der Favorit auf den Posten zu sein.

Außenseiterchancen werden den Kandidaten Alexander Zorniger (zuletzt Bröndby Kopenhagen) und Peter Stöger (zuletzt Borussia Dortmund) eingeräumt.

Update, 16.14 Uhr: Bleibt Wolf doch?

Der Hamburger SV hat die angebliche Trennung von Trainer Hannes Wolf zum Saisonende dementiert. "Die Aussagen von Bernd Hoffmann am Vortag zum Trainer haben Bestand", teilte der Verein am Mittwoch mit.

Damit soll über Wolfs Zukunft in Hamburg erst nach dem letzten Saisonspiel am Sonntag gegen den MSV Duisburg beraten werden.

Zuvor hatte die Bild Sportvorstand Ralf Becker zitiert: "Ich habe Hannes nach dem 0:3 gegen Ingolstadt gesagt, dass es für ihn hier im Sommer nicht weitergehen wird, dass wir etwas anderes machen wollen."

Becker ließ mitteilen, dass er falsch zitiert worden sei. In seiner Aussage sei das Wort vielleicht unterschlagen worden.

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