HSV-Trainer Wolf erwartet im "Krisengipfel" ein Duell auf Augenhöhe

Hamburg - Fällt am 31. Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga eine kleine Vorentscheidung in Sachen Aufstieg? Am Sonntag (13.30 Uhr) treffen parallel Union Berlin (50 Punkte) und der Hamburger SV (53) sowie der SC Paderborn (51) und der 1. FC Heidenheim (49) aufeinander.

Bakery Jatta hängt im Hinspiel seinen Gegenspieler Christopher Trimmel ab.
Bakery Jatta hängt im Hinspiel seinen Gegenspieler Christopher Trimmel ab.  © DPA

Bei nur noch vier ausstehenden Spielen und der angespannten Situation im Aufstiegsrennen geht es für die vier Mannschaften an diesem Spieltag ans Eingemachte.

"Es ist greifbar, dass die Saison in die letzten Züge geht", sagte HSV-Trainer Hannes Wolf am Freitag.

Der 38-Jährige weiß, dass seinen Hamburgern am Sonntag in der Alten Försterei ein riesiger Kampf erwartet. "Wir spielen bei einem direkten Konkurrenten. Es wird ein Duell auf Augenhöhe", ist sich Wolf sicher.

Das liegt allerdings nicht unbedingt an der aktuellen Stärke der beiden Mannschaften. Aus den vergangenen fünf Partien holten der HSV und Union jeweils nur drei Zähler, der letzte Ligasieg liegt für beide Teams schon anderthalb Monate zurück.

"Vorne fehlt das Quäntchen Glück und hinten werden mehr Tore zugelassen", erklärte der HSV-Trainer das Problem der beiden Vereine. In Berlin komme es vor allem darauf an, dass seine Spieler die Nerven und in den entscheidenden Situation auch die Konzentration behalten. "Wir müssen bereits sein auch physisch dagegen zu halten", machte Wolf klar.

Verzichten wird er im Spitzenspiel auf jeden Fall wieder auf Fiete Arp und Tatsuya Ito, die in der U-21 Spielpraxis sammeln sollen.

Hannes Wolf musste sich am Ende des Hinspiels mit dem 2:2 zufrieden geben.
Hannes Wolf musste sich am Ende des Hinspiels mit dem 2:2 zufrieden geben.  © DPA

Beim angeschlagenen Orel Mangala hat Wolf die Hoffnung noch nicht aufgegeben: "Der Zeh ist geprellt, wir hoffen, dass das noch was wird." Für Abwehr-Kante Kyriakos Papadopoulos sieht es hingegen schlecht aus.

Dafür seien nach Angaben des HSV-Trainers alle anderen Spieler fit, auch Aaron Hunt. "Er ist ein wichtiger Spieler und könnte von Anfang an spielen", sagte Wolf. Die Frage sei aber, wie lange er durchhält.

Da der Hamburger Übungsleiter ein sehr intensives Spiel erwartet, werden die Einwechslungen sehr wichtig sein. Und wer würde da nicht gerne, wie im Pokal gegen RB Leipzig, noch Hee-Chan Hwang, Lewis Holtby und eben Hunt einwechseln.

Hoffnung machen den Hamburgern vor allem die Spiele gegen die direkte Konkurrenz. "Da waren wir immer zu 100 Prozent da", sagte Wolf. "Wir haben es selber in der Hand." Das wäre bei einer Niederlage nicht mehr der Fall. Dann würde Union am HSV vorbeiziehen.

Daher erwartet die Hamburger eine ganz heiße Atmosphäre an der Alten Försterei. "Das ist schon ein besonderes Stadion. Da wird es laut werden", sagte Hannes Wolf.

Bleibt nur zu hoffen, dass der HSV-Trainer nach dem Spiel nicht wieder vor lauter Enttäuschung laut werden muss, sondern gemeinsam mit den mitgereisten Fans den Sieg feiern kann.

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