Hecking interessiert nur eines: "Der HSV muss in die zweite Runde - mit Jatta!"

Hamburg - Beim Hamburger SV ist in dieser Woche mächtig was los! Der Fall Bakery Jatta schlägt hohe Wellen, doch einer lässt sich vor dem DFB-Pokalspiel beim Chemnitzer FC nicht aus der Ruhe bringen - Trainer Dieter Hecking.

HSV-Trainer Dieter Hecking steht entspannt auf dem Trainingsplatz.
HSV-Trainer Dieter Hecking steht entspannt auf dem Trainingsplatz.  © Christian Charisius/dpa

"Ich verspüre null Hektik in der Thematik", erklärte Dieter Hecking am Freitag und verweist auf ein Problem der Medienlandschaft und der heutigen Gesellschaft.

"Von außen kommt wieder etwas, worauf sich alle stürzen. Man muss aber auch erst mal die Beweislage abwarten. Ich bitte euch, das Thema ein bisschen runterzufahren. Das, was gerade passiert, ist typisch für die Medienlandschaft. Man hat etwas, was vielleicht sensationell ist, obwohl noch die Unschuldsvermutung existiert", sagte der 54-Jährige über den Verdacht.

Daher habe der Coach auch keinerlei Gedanken daran verschwendet, auf Jatta in Chemnitz zu verzichten. "Wichtig ist, dass der HSV in die zweite Runde kommt - mit Jatta!"

Schnell lenkte der Trainer den Fokus auf das Sportliche, dafür sei er nach eigener Auskunft schließlich zuständig. "Ich bin kein Sportpolitiker. Ich habe eine Meinung, aber die sage ich nicht", stellte Hecking klar.

Bakery Jatta steht derzeit im Fokus der Öffentlichkeit.
Bakery Jatta steht derzeit im Fokus der Öffentlichkeit.  © Christian Charisius/dpa

Mit dem Chemnitzer FC und dessen Problemen habe er sich ebenfalls nicht beschäftigt. "Sie haben eine herausragende Viertliga-Saison gespielt, der Rest ist nicht mein Problem und interessiert mich nicht", sagte er über den Gegner.

Hecking weiß, dass die erste Runde im DFB-Pokal kein Selbstläufer wird. "Es geht nicht um eine Glanzleistung, sondern ums Weiterkommen. Dafür haben wir die Mittel, auch, um es überragend zu lösen."

Verzichten muss er dabei auf Kapitän Aaron Hunt, der wieder einmal ausfällt. Als Alternative könnte Hecking Nürnberg-Matchwinner Sonny Kittel in die Mitte ziehen und Xavier Amaechi zu seinem HSV-Debüt verhelfen. Oder der 54-Jährige zieht Adrian Fein vor und lässt David Kinsombi vor der Abwehr spielen. "Ich habe mich noch nicht entschieden", sagte Hecking.

Zudem muss er erneut auf Neuzugang Ewerton verzichten. Der Abwehrspieler verletzte sich im Training am Sprunggelenk. "Das sah nicht gut aus", urteilte der Trainer.

Ob er die Mannschaft im Vergleich zur Nürnberg-Gala großartig verändern wird, ließ er offen. "Die Mannschaft macht einen sehr guten Eindruck. Wir haben Optionen auf Wechsel ohne Qualitätsverlust", erklärte er.

Bis Sonntag hat Hecking auch noch genug Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Dann wird sich auch zeigen, wie die Mannschaft mit der Belastung des Themas Jatta umgegangen ist.

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