Aufstiegstraum adé: St. Pauli geht in Heidenheim baden

Heidenheim/Hamburg - Das war's! Der FC St. Pauli hat binnen zehn Minuten in der ersten Halbzeit seine letzte Chance auf den Aufstieg verspielt. Beim 1. FC Heidenheim stand es bereits nach 28 Minuten 0:3. So auch das Endergebnis nach 90 Minuten.

Yi-Young Park geht energisch in den Zweikampf.
Yi-Young Park geht energisch in den Zweikampf.  © DPA

Bitter wurde es für Finn Ole Becker. Der Nachwuchsspieler flog 27 Minuten nach seiner Einwechslung vom Platz.

Die Treffer für starke Heidenheimer erzielten Marc Schnatterer und Doppelpacker Nikola Dovedan.

Im Vergleich zu seinem ersten Einsatz als St. Pauli-Trainer beließ es Jos Luhukay bei einem Wechsel. Für den verletzten Mats Möller-Daehli stand Marvin Knoll in der Startelf.

Die Anfangsphase war geprägt von einigen Weitschüssen der Heidenheimer. Torhüter Robin Himmelmann hatte früh die Nase voll von der Leistung seiner Vorderleute und machte seinem Ärger über die schwache Defensiv-Leistung Luft.

Doch es half alles nicht. Ganz im Gegenteil: Es wurde in der Folge richtig schlimm!

Binnen zehn Minuten fingen sich die Kiezkicker drei Gegentreffer. Erst hatte Marc Schnatterer zu viel Platz und konnte aus rund 20 Metern problemlos abziehen (18. Minute).

Kurz darauf erzielte Nikola Dovedan einen Doppelpack. In der 26. Minute kam er nach einer Ablage aus zehn Metern frei zum Abschluss, zwei Minuten später ließ er einen St. Pauli-Verteidiger mit einem einfachen Haken stehen und vollendete aus kurzer Distanz zum 3:0.

Die erste Halbzeit entwickelte sich für die Kiezkicker zu einem echten Debakel. Lediglich Christopher Buchtmann und Marvin Knoll sorgten mit zwei Schüssen in den ersten 45 Minuten für so etwas wie Torgefahr.

Ansonsten war der Auftritt der Kiezkicker bis dahin komplett ideenlos. Hinten stand die Abwehr alles andere als sicher, in der Offensive fanden Alex Meier und Co. überhaupt nicht statt. Auf Trainer Luhukay wartete in der Halbzeitpause eine Menge Arbeit.

Trainer Jos Luhukay hatte nur wenig Grund zum Lachen.
Trainer Jos Luhukay hatte nur wenig Grund zum Lachen.  © DPA

Der Niederländer reagierte umgehend und brachte Finn Ole Becker für Buchtmann.

Zu Beginn der zweiten Hälfte merkte man, dass sich die Kiezkicker etwas vorgenommen hatten. Nach 48 Minuten verpasste Knoll mit einem Freistoß nur knapp den Anschlusstreffer.

Doch das war es dann auch schon wieder mit der Offensive beim FC St. Pauli. Lediglich der eingewechselte Becker sorgte mit einem Schuss noch für ein wenig Gefahr.

In der Folge nahm Heidenheim etwas das Tempo raus und verpasste es, in einigen Situationen endgültig den Deckel auf die Partie drauf zu machen.

Dadurch konnten die Kiezkicker das Spiel zwar von ihrem Tor fernhalten, doch im Offensivspiel fehlte es an den zündenden Ideen.

In der 73. Minute wurde es noch ärgerlicher. Der beste Mann in der zweiten Hälfte auf Seiten der St. Paulianer, Finn Ole Becker, musste nach einer gelb-roten Karte vom Platz. Bis dahin zeigte er einen couragierten Auftritt und machte auf sich aufmerksam. Doch durch den Platzverweis wird er zumindest in der Partie gegen Jahn Regensburg fehlen.

Danach passierte nicht mehr viel. Heidenheim wollte nicht mehr, St. Pauli konnte nicht mehr. Schiedsrichter Benjamin Cortus hätte die Partie auch vorzeitig abpfeifen können.

Kurz vor dem Abpfiff verhinderte Neudecker noch das 0:4, als er einen Schuss von Theuerkauf von der Linie kratzte.

Mit dem Sieg rückte Heidenheim auf Rang fünf vor und ist nur noch zwei Punkte vom Dritten und kommenden Gegner SC Paderborn entfernt.

Der FC St. Pauli hingegen rutschte auf den achten Platz ab und darf seine Aufstiegsträume nach der Niederlage endgültig begraben.

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