Bornemann beginnt Arbeit beim FC St. Pauli mit Zurückhaltung

Hamburg - Seit einem guten Monat steht fest, dass Andreas Bornemann beim FC St. Pauli die Zügel als neuer Geschäftsführer Sport in die Hand nimmt. Nachdem er sich zunächst nur mental mit der neuen Aufgabe beschäftigen konnte, bezieht er in den kommenden Tagen nun auch endlich sein neues Büro.

Andreas Bornemann schaute sich bereits am Millerntor um.
Andreas Bornemann schaute sich bereits am Millerntor um.  © DPA

"Ich habe viele Glückwünsche nach der Bekanntgabe erhalten", erklärte Andreas Bornemann bei seiner offiziellen Vorstellung als neuer Geschäftsführer Sport beim FC St. Pauli.

Kontakt zwischen ihm und Präsident Oke Göttlich habe es immer mal wieder gegeben, doch nun schien der richtige Zeitpunkt für eine Zusammenarbeit gekommen zu sein.

Nachdem sich der Zweitligist im April von Trainer Markus Kauczinski und Sportdirektor Uwe Stöver trennte (TAG24 berichtete), war eine Neubesetzung der beiden Posten notwendig geworden.

Mit Jos Luhukay wurde bereits vor Wochen ein neuer Trainer bei den Kiezkickern installiert, nun folgte Bornemann. "Wir wollen eine gemeinsame Idee entwickeln und die nächsten Schritte machen", erklärte der ehemalige Boss des 1. FC Nürnberg. Beide wollen einen Fußball entwickeln, "der Freude macht".

Für diesen einen großen Schritt, der Aufstieg in die Bundesliga heißt, seien aber mehrere kleine notwendig, betonte Bornemann. Dazu wolle er künftig seinen Beitrag leisten.

Der neue Geschäftsführer und Präsident Oke Göttlich hatten bei der Vorstellung gute Laune.
Der neue Geschäftsführer und Präsident Oke Göttlich hatten bei der Vorstellung gute Laune.  © DPA

An erster Stelle steht für den neuen Chef die Kaderplanung für die kommende Saison. Doch dabei rät der 47-Jährige zur Gelassenheit. "Wir wollen uns noch gute Möglichkeiten für später offenhalten", sagte er. Daher werde der Kader zum Trainingsstart am 23. Juni noch nicht komplett sein.

Vielmehr spekuliert Bornemann auf die Aktivitäten der Erstligisten, die viel später als der Kiezclub und seine Kontrahenten in die Vorbereitung starten.

Die Verantwortlichen wollen zudem abwarten, wie sich die Langzeitverletzten präsentieren und wieder zur Mannschaft stoßen können. Bis dahin sollen Talente aus dem Nachwuchsleistungszentrum die Chance erhalten. "Die Frage ist nur, wie sie die dann nutzen", sagte Bornemann.

Aktuell sei der Kader deutlich zu groß. "Wir müssen mit allen Beteiligten gucken, was Sinn macht."

Für die neue Saison hofft der neue starke Mann am Millerntor gemeinsam mit Trainer Luhukay eine stabile Achse entwickeln zu können. "Wir brauchen 11,12, 13 Spieler, die auf 25 oder mehr Spiele in der Saison kommen", betonte Bornemann. Das sei in der vergangenen Saison nicht der Fall gewesen. Zu häufig waren die Leistungsträger verletzt.

Dieses Bild soll sich in der kommenden Saison ändern. Andreas Bornemann setzt auf Spieler, die körperlich und psychisch dem Wettbewerb stabil standhalten. Die Gespräche in den kommenden Tagen und Wochen werden zeigen, wer beim FC St. Pauli dazu bereit ist.

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