Nach "Anti-Fa"-Aktion: St. Pauli spendet Geld für Kampf gegen Rechts

Hamburg - Im November sorgte der FC St. Pauli mit einer ungewöhnlichen Aktion für Aufsehen. Der Fußball-Zweitligist verkaufte ein Duschgel mit dem Namen "Anti-Fa".

Der FC St. Pauli verkaufte das Duschgel in seinem Fanshop.
Der FC St. Pauli verkaufte das Duschgel in seinem Fanshop.  © Screenshot/FC St. Pauli/Fanshop

Das führte zu viel Trubel und steigerte dadurch den Bekanntheitsgrad.

Wie nun bekannt wurde, sprang am Ende auch etwas Gutes dabei heraus: Ein Teil des durch den Verkauf des Duschgels "Anti-Fa" eingenommenen Geldes spenden der FC St. Pauli und die Drogerie-Kette Budni an die Organisation "Laut gegen Nazis".

Die Hamburger Organisation, die seit 2004 aktiv ist, erhält 4000 Euro.

Das Duschgel war kurze Zeit nach seinem Erscheinen Mitte November bereits vergriffen und wurde nicht nachproduziert.

Grund war die Firma Henkel, die als Hersteller der normalen "Fa"-Pflegereihe mit einem Rechtsstreit drohte.

"Das Duschgel Anti-Fa war für uns eine gelungene Aktion. Wir freuen uns, mit den Erlösen den Kampf gegen Rechts finanziell etwas zu unterstützen", erklärte Bernd von Geldern, Geschäftsleiter Marketing beim FC St. Pauli.

"Wir bedanken uns beim FC St. Pauli und Budni für dieses tolle Produkt, das Projekt und die Spende", freute sich Jörn Menge, Gründer von "Laut gegen Nazis".

"'Die Würde des Menschen ist unantastbar', so steht es im Grundgesetz. Umso wichtiger ist es, dass wir uns dem heutigen Rechtspopulismus und den menschenverachtenden Tendenzen friedlich entgegenstellen, zum Beispiel mit einem Duschgel. Wir werden uns weiter für eine offene und vielfältige Welt einsetzen", erklärte Menge.

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