St. Pauli vor Spitzenspiel in Paderborn mit Personalsorgen

Hamburg - Zehn Spieltage sind in der 2. Fußball-Bundesliga noch zu absolvieren und der FC St. Pauli ist mitten drin im Aufstiegsrennen. Am Samstag (13 Uhr) geht es beim SC Paderborn gegen einen direkten Konkurrenten.

Luca Zander (links) im Kopfballduell mit Kölns Simon Terodde
Luca Zander (links) im Kopfballduell mit Kölns Simon Terodde  © DPA

"Es ist toll zu diesem Zeitpunkt noch dabei zu sein und so in den Endspurt gehen zu können", warf St. Paulis Trainer Markus Kauczinski einen Blick auf die kommenden Wochen voraus.

Zu allererst steht aber einmal die Partie gegen den starken Aufsteiger aus Paderborn auf dem Programm. "Es wird ein intensives Spiel auf Augenhöhe", glaubt der 49-Jährige. "Wir wollen da weitermachen, wo wir in der zweiten Halbzeit gegen Ingolstadt aufgehört haben."

Die Ostwestfalen seien sehr heimstark und könnten als Neuling befreit aufspielen. Ein Blick in die Statistik beweist: Zuhause ist Paderborn in dieser Saison noch ungeschlagen - sechs Siege und sechs Unentschieden stehen zu Buche.

"Sie verfügen über sein starkes Kollektiv, spielen körperlich und sind sehr schnell", beschrieb Kauczinski den Gegner.

Dennoch wollen er und seine Spieler etwas aus der Partie mitnehmen. Schließlich geht es auch darum sich für das anstehende Derby gegen den HSV Selbstvertrauen zu holen. "Das spielt in unseren Köpfen aber noch gar keine Rolle", wiegelt der Trainer sofort ab.

Personell muss Kauczinski seine Startelf wieder einmal umbauen. Fest steht der Ausfall von Rechtsverteidiger Luca Zander. "Er hat muskuläre Probleme. Da macht es kein Sinn ihn spielen zu lassen", erklärte der 49-Jährige.

Trainer Markus Kauczinski regt sich am Spielfeldrand über das Geschehen auf dem Platz auf.
Trainer Markus Kauczinski regt sich am Spielfeldrand über das Geschehen auf dem Platz auf.  © DPA

Für die Leihgabe von Werder Bremen könnten Florian Carstens, Jan-Philipp Kalla oder Yi-Young Park in die Startelf rutschen.

Zudem fallen weiterhin Philipp Ziereis, Henk Veerman (beide Kreuzbandriss), Jeremy Dudziak (Sprunggelenk), Johannes Flum (Rippenprellung) und Dimitrios Diamantakos (Muskelfaserriss) aus.

"Wir wollen bei Flum und Diamantakos kein Risiko eingehen, wir rechnen mit ihnen und Dudziak in der nächsten Woche", machte Kauczsinki Hoffnung.

Dagegen kommt Richard Neudecker nach seinem Außenbandriss immer besser in Schwung. "Er wird immer frischer und seine Aktionen, die ihn stark machen, kommen wieder", sagte der Trainer über seinen Spieler. "Er rutscht näher heran."

Zudem kann der Trainer der Kiezkicker gegen Paderborn wieder auf die Dienste von Sami Allagui setzen. Der Angreifer hat seinen Magen-Darm-Virus überstanden und die Woche über komplett mit der Mannschaft trainiert. Seinen auslaufenden Vertrag hat der 32-Jährige aber noch nicht verlängert.

Ganz im Gegenteil zu Robin Himmelmann, Philipp Ziereis und Christopher Avevor. "Ich freue mich, dass die Jungs an unseren Weg glauben", sagte Kauczinski über die Vertragsverlängerungen, die für ihn nicht überraschend kamen.

Die Verantwortlichen wollten das Gerüst der Mannschaft halten und das scheint ihnen bisher zu gelingen. "Wichtig ist, dass die Entscheidung vom Tisch ist. Die Spieler beschäftigt das im Kopf schon", gab Kauczinski zu.

Eigentlich hatten die betroffenen Kiezkicker bis Ende März Zeit, doch Sportchef Uwe Stöber drückte plötzlich aufs Tempo. "Der Zeitpunkt war gekommen", begründete er die Unterschriften. "Wir wollten die Entscheidungen haben, um auch planen zu können."

In den kommenden Wochen werden wohl weitere Unterschriften folgen. Immerhin lauft bei weiteren zehn Spielern der Vertrag noch aus.

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