"Fußball-Gott" Meier deutet Abschied vom FC St. Pauli an

Hamburg - Am Sonntag (15.30 Uhr) trifft der FC St. Pauli auf den VfL Bochum. Es ist das letzte Heimspiel der aktuellen Zweitliga-Saison - und auch vermutlich das letzte von Fußball-Gott Alex Meier.

Alex Meier (Mitte) jubelt mit seinen Mitspielern über einen Sieg.
Alex Meier (Mitte) jubelt mit seinen Mitspielern über einen Sieg.  © DPA

Wie es aussieht, wird der 36-Jährige am Sonntag das letzte Mal für die Kiezkicker am Millerntor auflaufen. "Meine Entscheidung steht. Ich werde auf jeden Fall weiter Fußball spielen. Am Ende der Saison, nach dem letzten Spiel, reden wir noch mal", sagt Alex Meier der Bild.

Gemeinsam mit Trainer Jos Luhukay und Interims-Sportdirektor Andreas Rettig will sich der lange Schlacks nach der Partie bei Greuther Fürth am 19. Mai an einen Tisch setzen.

Wie es aussieht, zieht es den gebürtigen Buchholzer die USA. Schon nach seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt liebäugelte Meier mit einem Wechsel in die dortige Major Soccer League.

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Doch als sein Vertrag bei den Hessen auslief, bot sich die Möglichkeit nicht an. Stattdessen schuftete der 36-Jährige eigenständig und unterschrieb Anfang Januar beim FC St. Pauli einen Vertrag bis zum Saisonende.

"Unterm Strich eine super Zeit für mich. Leider haben wir sportlich ein bisschen abgebaut", lautet sein Fazit zwei Spieltage vor Saisonende.

Gegen Union Berlin köpfte Alex Meier das zwischenzeitliche 2:0. Es war eines von
Gegen Union Berlin köpfte Alex Meier das zwischenzeitliche 2:0. Es war eines von  © DPA

Dass er in den vergangenen Partien zu Beginn nur auf der Bank saß, stört den Stürmer nicht. "Das haben wir besprochen, ist vollkommen okay. Natürlich will man immer spielen, den Ehrgeiz habe ich. Aber Dimi hat's verdient, hat zwei Tore gemacht", gibt sich Meier bescheiden.

Und genau diese Bescheidenheit hat den 36-Jährigen in seiner Karriere immer ausgemacht. Der einstige Kapitän von Eintracht Frankfurt stellte sich immer in den Dienst der Mannschaft. Das war und ist bei den Kiezkicker nicht anders.

"Eine zu 100 Prozent richtige Entscheidung. Ich habe Spaß am Fußball, komme gerne zum Training. Dass ich auch hier ein Fußball-Gott sein durfte, war ‚ne Überraschung. Da kann ich nur 'Danke' sagen", erklärt Meier.

In seinen 14 Einsätzen erzielte er sechs Treffer, darunter gegen Ingolstadt und Union Berlin sogar den Siegtreffer. "Meine Tore waren nicht so wichtig. Wir wollten Erfolg. Das ist – geht so – gelungen. Oft haben wir uns nach Niederlagen geärgert: Man, sind wir blöd. Dann patzte auch die Konkurrenz. Die waren dann noch blöder."

Dabei war sich Meier gar nicht sicher, ob er der Mannschaft überhaupt helfen könne. "Zu Beginn waren über mir nur Fragezeichen. Kann ich noch mithalten nach der langen Pause? Aber mit jedem Spiel wurde es einfacher."

Doch nun läuft die Zeit des Fußball-Gottes Alex Meier in Hamburg ab. Noch zweimal wird er das Trikot des FC St. Pauli überstreifen und was wäre es für ein schöner Abschied vom Millerntor und den Fans, wenn der 36-Jährige sich mit einem Treffer gegen den VfL Bochum verabschieden würde.

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