Ein Punkt aus zwei Spielen! St. Pauli fehlt mehr als nur das Quäntchen Glück

Hamburg - Das ist zu wenig! Der FC St. Pauli hat aus zwei Spielen nur einen Punkt geholt - der Fehlstart ist perfekt.

Die Enttäuschung stand den Spielern des FC St. Pauli nach der Heimniederlage gegen Greuther Fürth ins Gesicht geschrieben.
Die Enttäuschung stand den Spielern des FC St. Pauli nach der Heimniederlage gegen Greuther Fürth ins Gesicht geschrieben.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Im ersten Heimspiel der Saison gegen Greuther Fürth unterlagen die Kiezkicker mit 1:3. Das nackte Ergebnis spricht Bände.

Vor allem darf man sich daheim keine drei Gegentore fangen. Da waren sich nach der Partie sogar die Beteiligten einig.

"Wir kassieren aus vier Chancen drei Tore, das ist sehr ärgerlich", bilanzierte Torhüter Robin Himmelmann nach der Partie, der bei allen Gegentreffer chancenlos war.

Mit dieser Aussage traf der 30-Jährige genau den Kern des Spiels. Während der FC St. Pauli eine Chance nach der anderen ausließ, um wieder in die Partie zurückzukommen, schlugen die Gäste eiskalt zu.

"Fürth war heute extrem effektiv", gab Trainer Jos Luhukay zu. Und genau das fehlte seiner Mannschaft am Freitag. Nach der Pause hatten Dimitrios Diamantakos, Debütant Lukas Bednarczyk und Ryo Miyaichi die große Chance zum Ausgleich, doch alle drei vergaben.

"Aber kein Vorwurf an meine Mannschaft. Hätten wir mehr Glück gehabt, wären wir nicht ins Negative gekommen."

Am Ende zählen auch für den FC St. Pauli nur die Punkte

Trainer Jos Luhukay wollte seiner Mannschaft kein Vorwurf machen.
Trainer Jos Luhukay wollte seiner Mannschaft kein Vorwurf machen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Doch war es alleine das Glück, was St. Pauli am Freitagabend fehlte? Mitnichten! Bei den Gegentreffen sah die Verteidigung alles andere als gut aus. Fürth konnte die Tore viel zu einfach erzielen.

"Wir waren immer einen Schritt zu spät. Wir müssen konsequent am Mann sein", erkannte Daniel Buballa, der nach der Verletzung von Christopher Avevor die Kapitänsbinde übernahm.

Ähnlich sah es Keeper Himmelmann: "Wir haben im Sechzehner nicht scharf genug verteidigt."

Dennoch sei nicht alles schlecht bei den Kiezkickern gewesen. "Wir waren alles andere als chancenlos. Wir haben gut gespielt, aber am Ende fehlen eben fünf Punkte", erklärte ein sichtlich geknickter Himmelmann. Er wusste, dass die Resultate nicht für ihn und die Mannschaft sprachen.

Veränderungen sind dringend notwendig, die kommenden Gegner nach dem Pokalspiel beim VfB Lübeck heißen VfB Stuttgart, Holstein Kiel, Dynamo Dresden und HSV. Es droht ein kompletter Fehlstart.

"Sicherlich tun wir gut daran, Augen und Ohren offen zu halten und gegebenenfalls Qualität zuzuführen", sagte Sportchef Andreas Bornemann, der dennoch betonte: "Wir haben eine ordentliche Mannschaft auf dem Platz gehabt."

Doch die scheint derzeit nicht die Qualität zu haben, um Spiele in der zweiten Liga gewinnen zu können. "Wir sind vielleicht noch nicht so weit, die Spiele auf unsere Seite zu ziehen", sagte auch Buballa.

Auch wenn erst zwei Spiele absolviert sind und der Teufel noch nicht an die Wand gemalt werden sollte, es muss sich schleunigst etwas ändern, sonst droht dem Kiezclub ein stürmischer Herbst.

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