Meier, wer sonst?! St. Pauli gewinnt Spitzenspiel in Paderborn

Hamburg - Dank Alex Meier hat der FC St. Pauli das Spitzenspiel beim SC Paderborn mit 1:0 gewonnen. Für den Stürmer war es in der sechsten Partie der fünfte Treffer.

St. Paulis Mats Möller-Daehli wird von Paderborns Jamilu Collins an der Seitenlinie umgegrätscht.
St. Paulis Mats Möller-Daehli wird von Paderborns Jamilu Collins an der Seitenlinie umgegrätscht.  © DPA

Der FC St. Pauli setzt gegen den SC Paderborn weitestgehend auf die erfolgreiche Startelf aus dem Ingolstadt-Spiel.

Trainer Markus Kauczinski musste lediglich Christopher Buchtmann (Sperre) und Luca Zander (muskuläre Probleme) ersetzen. Für sie rückten Ryo Miyaichi und Jan-Philipp Kalla in die Anfangsformation.

Torhüter Robin Himmelmann bewahrte seine Mannschaft in den ersten 20 Minuten vor einem frühen Rückstand. Gegen Sven Michel rettete er bereits nach 20 Sekunden, nach einer Viertelstunde war der Keeper bei einem Freistoß von Marlon Ritter zur Stelle.

Machtlos war Himmelmann bei einem erneuten Durchbruch von Paderborns Michel. Doch sein Schuss streifte nur den Pfosten.

St. Pauli konnte sich in der Folge etwas befreien. Die ersten Schussversuche von Meier (25. Minute) und Kalla (32.) verfehlten das Tor jedoch deutlich.

Anders jedoch in der 35. Minute. Da zappelte der Ball im Paderborner Netz. Nach einer Ecke und einer erneuten Hereingabe köpfte Miyaichi Richtung Tor, Alex Meier staubte ab. Der Linienrichter hob die Fahne, Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus entschied auf Abseits. St. Paulis Torjäger stand jedoch nicht im Abseits, der Treffer hätte zählen müssen.

Alex Meier mit perfekter Schusshaltung. Paderborns Abwehrspieler gucken nur zu.
Alex Meier mit perfekter Schusshaltung. Paderborns Abwehrspieler gucken nur zu.  © DPA

Auf der andere Seite ließ der Linienrichter die Fahne unten, als Paderborns Abwehrspieler Uwe Hünemeier nach einem Freistoß aus kurzer Distanz Himmelmann anköpfte. Der Kapitän stand klar im Abseits. Der Treffer hätte jedoch gezählt, die Fahne blieb unten

So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeitpause. St. Pauli konnte sich mit zunehmender Spieldauer befreien und eigene Chancen herausspielen.

Die Führung wäre folgerichtig fast nach Wiederanpfiff gefallen. Miyaichi legte ab dem Strafraum ab zu Meier, dessen Schuss konnte Paderborn-Schlussmann Roman Zingerle allerdings zur Ecke abwehren.

Die gleiche Kombination führte nach 65 Minuten zur bis dahin größten Chance für die Kiezkicker. Aber Meier schoss Zingerle aus wenigen Metern an. Es blieb beim 0:0.

Kurz darauf reagierte St. Pauli-Trainer Kauczinski das erste Mal. Für Waldemar Sobota kam Jan-Marc Schneider in die Partie.

Nach 74 Minuten muss Himmelmann seine Vorderleute wieder einmal retten. Gegen den eingewechselten Ben Zolinski reagierte der Keeper mit einer sensationellen Fuß-Parade.

Die Abwehrspieler des FC St. Pauli warfen sich mit allem was sie hatten in den Ball.
Die Abwehrspieler des FC St. Pauli warfen sich mit allem was sie hatten in den Ball.  © DPA

In der Schlussviertelstunde wurde es hektischer. Schiedsrichterin Steinhaus bekam immer mehr zu tun.

In der 81. Minute entschied sie nach einem Foul an Miyaichi auf Freistoß. Marvin Knoll brachte ihn mit Tempo in die Mitte und fand den Kopf von Meier. Der Fußball-Gott ließ sich nicht noch einmal bitten und sorgte für die mittlerweile verdiente 1:0-Führung.

Paderborn warf in der Folge alles nach vorne, doch die Abwehr der Kiezkicker hielt dem Druck der Ostwestfalen stand.

Vier Minuten vor Ende der Partie leistete Ersin Zehir seiner Mannschaft einen Bärendienst. Nach einem Foul im Mittelfeld sah der Youngster die gelb-rote Karte. Im gleichen Atemzug wechselte Kauczinski Florian Carstens für den starken Miyaichi ein.

Kurze Zeit später kam Yi-Young Park für Dauerläufer Möller-Daehli.

Unmittelbar vor dem Schlusspfiff hatten die Kiezkicker Glück. Nach einem Freistoß köpfte Paderborns Hünemeier den Ball an die Latte. Danach war Schluss und der FC St. Pauli hatte den Dreier im Gepäck.

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