St. Paulis Dauerflitzer Miyaichi fordert gegen Ingolstadt eine Reaktion

Hamburg - Ryo Miyaichi ist so etwas wie der Duracell-Hase beim FC St. Pauli. Der Japaner läuft die Linie hoch und runter, zündet immer den Turbo.

Ryo Miyaichi (rechts) und Dimitrios Diamantakos jubeln über einen Treffer des Japaners.
Ryo Miyaichi (rechts) und Dimitrios Diamantakos jubeln über einen Treffer des Japaners.  © DPA

Doch seine Zukunft bei den Kiezkickern ist ungewiss. Der Vertrag des 26-Jährigen läuft im Sommer aus.

Wie es weitergeht, klärt gerade sein Berater. "Meine Frau, mein Sohn und ich sind in Hamburg und den Klub verliebt. Ich würde gerne bleiben", sagt Ryo Miyaichi der Bild.

Nach anfänglichen Problemen mauserte sich der Außenbahnflitzer zum Stammspieler. Trainer Markus Kauczinski vertraut immer mehr den Qualitäten des Japaners.

Durch seine Schnelligkeit zieht Miyaichi immer wieder Fouls. "Meine Schnelligkeit und meine Art zu spielen, sind sicher ein Grund, dass ich diese Fouls ziehe", sagt der bescheidene Mann.

"Wenn ich auf dem Platz stehe, gebe ich immer 100 Prozent. Ich knalle mich immer voll rein", erklärt er weiter. Genau das verlangt er im kommenden Heimspiel am Samstag gegen den FC Ingolstadt auch von seinen Teamkollegen.

"Nach den Niederlagen in Köln und gegen Aue müssen wir jetzt gegen Ingolstadt eine Reaktion zeigen. Die Situation ist ähnlich, wie beim Auswärtsspiel. Nur haben wir jetzt mehr Erfahrung und auch mehr Punkte gesammelt", sagt Miyaichi.

Ryo Miyaichi sieht sich gleich mehrerer grätschender Gegenspieler ausgesetzt.
Ryo Miyaichi sieht sich gleich mehrerer grätschender Gegenspieler ausgesetzt.  © DPA

Gegen Aue sah es zu Beginn schon nach einer Reaktion aus, doch die Partie ging noch verloren.

Im Hinspiel in Ingolstadt gelang dem zweimaligen Nationalspieler Japans eines seiner drei Saisontore. Es war der Treffer zum 1:0-Sieg, der wohl auch seinem Trainer den Job rettete.

Trotz der zurückliegenden Dämpfer will Miyaichi die Tabellenspitze nicht aus den Augen verlieren: "Wir wollen unbedingt die drei Punkte holen. Wollen wieder oben ran in der Tabelle."

Dabei blickt er auch schon knapp drei Wochen voraus, wenn das Derby gegen den HSV ansteht. "Beim Hinspiel im Volksparkstadion saß ich ja nur auf der Bank. Die Atmosphäre aber war schon riesig. Nach Ingolstadt und Paderborn heißt der Gegner HSV – dann müssen sie zu uns ans Millerntor", sagt er.

Miyaichi hofft, dass die Partie neben dem Derby-Sieg auch noch sportlich eine Rolle spielt. Dafür ist die Mannschaft in den Partien gegen Ingolstadt und Paderborn aber selbst verantwortlich.

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