HSV-Aufstieg in Gefahr: "Gute Leistung" reicht gegen Aue nicht zum Sieg

Hamburg - Nur drei Punkte aus den vergangenen fünf Partien! Der Hamburger SV kann sich bei der Konkurrenz bedanken, dass er immer noch auf dem zweiten Tabellenplatz steht und den Aufstieg in der eigenen Hand hat.

Abwehrspieler Leo Lacroix zeigte sich über das 1:1-Unentschieden gegen Erzgebirge Aue nach Abpfiff fassungslos.
Abwehrspieler Leo Lacroix zeigte sich über das 1:1-Unentschieden gegen Erzgebirge Aue nach Abpfiff fassungslos.  © DPA

"Das waren in den letzten Wochen zu wenig Punkte", bilanzierte auch HSV-Trainer Hannes Wolf nach dem mühsamen 1:1-Unentschieden gegen Erzgebirge Aue (TAG24 berichtete).

Wieder einmal hatte es der Hamburger SV verpasst, einen Schritt Richtung Aufstieg zu machen. Die Konkurrenz, abgesehen vom neuen Tabellen-Dritten SC Paderborn, machte es in den vergangenen Wochen nicht unbedingt besser.

So hat der Bundesliga-Absteiger das ersehnte Saisonziel "Direkter Wiederaufstieg" immer noch selbst in der Hand. "Die Situation hat sich nicht geändert. Es liegt weiter an uns" erklärte Kapitän Gutoko Sakai nach der Partie.

Doch eines ist in den vergangenen Wochen schon auffällig. Seitdem Derbysieg beim FC St. Pauli konnte der HSV kein Ligaspiel mehr gewinnen. Und gerade Zuhause im Volksparkstadion tat sich die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf gegen fussballerisch limitierte Gegner schwer.

"Es ist auch in HSV-Phänomen, dass wir gegen die Top-Teams gute Spiel machen und gegen die vermeintlich kleinen Clubs, wo jeder den Sieg erwartet, es nicht hinbekommen", gab Torjäger Pierre-Michel Lasogga zu. Auch er konnte nach Abpfiff nicht erklären, woran es wieder einmal beim HSV haperte.

Seine Kollegen hatten da schon eine genauere Ansicht. "Uns fehlt es bei den letzten Pässen, der Ballannahme und der letzten Idee", erklärte Sakai. "Und wir machen einfach kein Tor." Die großen Chancen dazu hatte der Hamburger SV aber auch gegen Aue nicht.

HSV-Trainer Hannes Wolf war nach dem Remis sichtlich bedient.
HSV-Trainer Hannes Wolf war nach dem Remis sichtlich bedient.  © DPA

"Wir tun uns in den Heimspielen schwer Torchancen zu erspielen", befand ich Rückkehrer Aaron Hunt. Der eigentliche HSV-Kapitän scheiterte kurz nach seiner Einwechslung mit einem Freistoß an der Latte.

Und dann passiert eben der eine entscheidende Fehler, der dem Gegner reicht, um ein Tor zu erzielen. "Wir haben einer Standardsituation gepennt", wusste auch der japanische Kapitän. Ansonsten habe das Team defensiv aber gut gestanden und nur wenig zu gelassen, wie auch sein Trainer fand.

"Insgesamt haben wir auch eine gute Leistung gezeigt", zeigte sich Sakai trotz des Unentschieden irgendwie noch zufrieden, auch wenn er so nicht aussah.

Zufrieden sein, konnte der Außenverteidiger auf keinen Fall. Wieder einmal hatte der HSV einen Sieg gegen einen Abstiegskandidaten verpasst, wieder einmal konnte man die Patzer der Konkurrenz nicht nutzen. Der angepeilte Aufstieg wird zum Schneckenrennen.

Manuel Wintzheimer freut sich mit Bakery Jatta über sein Tor.
Manuel Wintzheimer freut sich mit Bakery Jatta über sein Tor.  © DPA

Trainer Hannes Wolf war nach dem Unentschieden sichtlich bedient. "Ich bin nicht zufrieden. Wir wollten unbedingt gewinnen und müssen die Situationen besser ausspielen", lautete sein Urteil. Der eine Punkt fühle sich trotz des Pausenrückstandes nicht gut an. Dennoch fügte auch er an: "Die Chancen das Ziel zu erreichen sind weiter da."

Lichtblick gegen Aue war, wie schon gegen Köln, Youngster Manuel Wintzheimer. Nach seinem Treffer bei den Geißböcken legte er auch am Samstag nach. "Leider haben wir nur ein Tor erzielt, deshalb kann ich mich nur bedingt über mein Tor freuen", zeigte er ein wenig geknickt.

Mit dieser Leistung dürfte aber auch im kommenden Ligaspiel bei Union Berlin wieder eine Option für die Startelf sein.

Und da erwartet den HSV das nächste Endspiel im Saisonendspurt. Läuft es ganz dumm und die Hamburger verlieren an der Alten Försterei, könnte das Team auf den vierten Platz abrutschen.

Hoffnung macht aber das Auftreten des HSV in den Top-Spielen. Und die Partie gegen Union ist definitiv ein Topspiel!

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