Wiedersehen mit dem HSV: Diekmeier steht bei Rückkehr in der Startelf

Sandhausen/Hamburg - Dennis Diekmeier war so etwas wie der "Mister HSV". Der 29-Jährige spielte acht Jahre für den Hamburger SV und absolvierte 173 Partien in der ersten Bundesliga.

Dennis Diekmeier ist wieder in seinem Element. Seit Anfang Januar steht er für den SV Sandhausen auf dem Platz.
Dennis Diekmeier ist wieder in seinem Element. Seit Anfang Januar steht er für den SV Sandhausen auf dem Platz.  © Imago

Doch im Sommer endete die Zusammenarbeit. Der Hamburger SV legte dem Außenverteidiger einen Zwei-Jahres-Vertrag zu verringerten Bezügen vor. Dennis Diekmeier pokerte, es folgte die Trennung.

Ein halbes Jahr lang war der 29-Jährige anschließend ohne Verein, hielt sich teilweise auf Mallorca mit einem eigenen Trainer fit.

Anfang Januar folgte die große Überraschung. Diekmeier schloss sich dem Zweitligisten SV Sandhausen an. Einem Verein, der zu den kleinsten im deutschen Profi-Fußball gehört. Von Hamburg ging es in die Nähe von Heidelberg.

"Für mich ist Sandhausen kein Kulturschock. Ich bin in einer Kleinstadt, in Achim bei Bremen, aufgewachsen", sagte Diekmeier über seinen neuen Wohnort in Baden-Württemberg. Die Stadt hat rund 15.000 Einwohner.

Doppelt bis dreimal so viele werden am Mittwoch ins Volksparkstadion strömen, wenn Diekmeier ausgerechnet in seinem ersten Spiel für Sandhausen auf den HSV trifft. "Das wird sehr speziell. Ein großer Tag", sagte er.

Und der Verteidiger dürfte auch gleich in der Anfangsformation der Gäste stehen. "Ich mache keinen Hehl daraus, dass Dennis Diekmeier voraussichtlich beginnen wird. Er ist einer dieser Spieler, die für uns den Unterschied ausmachen können", sagte Sandhausens Trainer Uwe Koschinat.

Diekmeier will seine Erfahrung einbringen. "Im Abstiegskampf kenne ich mich aus." Mit dem HSV kämpfte er regelmäßig um den Klassenerhalt. Zudem musste er mit seinen Vereinen dreimal in die Relegation. Dreimal ging er dabei als Sieger vom Platz - zweimal mit dem HSV und einem mit dem 1. FC Nürnberg. Sandhausen muss sich theoretisch keine Sorgen machen.

Die hat sich Diekmeiers Frau Dana nur anfangs gemacht. Sie scheint sich nun mit Sandhausen arrangiert zu haben. Am Mittwoch wird sie mit den rund 180 mitgereisenden Sandhausen-Fans eine Barkassenfahrt durch den Hamburger Hafen machen. Anschließend geht dann auch für sie ins "alte Wohnzimmer" Volksparkstadion.

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