Mit dem Schlusspfiff! HSV verliert trotz 2:0-Führung

Hamburg - Dämpfer für den HSV! Trotz einer 2:0-Halbzeitführung stand der Hamburger SV nach 90 Minuten mit leeren Händen da. Der Siegtreffer für die Gäste fiel mit dem Schlusspfiff.

Douglas Santos (rechts) und Bakery Jatta (links) jubeln mit Pierre-Michel Lasogga über dessen Treffer zum 2:0.
Douglas Santos (rechts) und Bakery Jatta (links) jubeln mit Pierre-Michel Lasogga über dessen Treffer zum 2:0.  © DPA

HSV-Trainer Hannes Wolf musste seine Startelf im Vergleich zum fulminanten 4:0-Derbysieg (TAG24 berichtete) auf nur einer Position verändern. Für den verletzten Aaron Hunt rückte Bakery Jatta in die Anfangsformation.

Und die Hamburger setzte dort fort, wo sie am Millerntor aufgehört hatten. Nach nur 100 Sekunden hatten die Fans den Torjubel bereits auf den Lippen. Doch der Freistoß von Linksfuß Douglas Santos klatschte ans Latteneck.

Dafür dauerte es keine vier Minuten länger, bis der Ball das erste Mal im Kasten der Gäste lag. Nach einem erneuten Freistoß, diesmal getreten von Berkay Özcan, köpfte Jatta den Ball unhaltbar ins Tor der Darmstädter.

Die vollkommen verdiente Führung, auf der sich der Hamburger SV nicht ausruhte. Nach einer tollen Einzelaktion von Khaled Narey zeigte Schiedsrichter Florian Badstübner in der 15. Minute auf den Elfmeterpunkt. Der HSV-Außenstürmer konnte nur durch ein Foul von Mathias Wittek im Strafraum gestoppt werden.

Und Derby-Held Pierre-Michel Lasogga ließ es nicht nehmen und hämmerte den Ball zum 2:0 in die Maschen. Das Volksparkstadion kochte.

Die deutliche Führung war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient, es spielte nur eine Mannschaft - und das war der HSV!

Darmstadts Victor Palsson wirft sich in den Schuss von Hamburgs Khaled Narey.
Darmstadts Victor Palsson wirft sich in den Schuss von Hamburgs Khaled Narey.  © DPA

In der Folge nahm der Tabellenzweite den Fuß vom Gaspedal und verwaltete das Spiel. Die Darmstädter konnten sich dadurch etwas befreien, gefährlich wurden sie dem Tor von Julian Pollersbeck jedoch nicht.

So plätscherte das Spiel bis zur Halbzeit ohne große Chancen vor sich hin. Es blieb bei der verdienten 2:0-Führung der Hamburger.

Die Passivität der ersten Hälfte nahm der HSV auch mit in den zweiten Durchgang.

Prompt bekamen die Hausherren die Quittung. In der 52. Minute übersah die Verteidigung Marvin Mehlem, der auf links ganz frei stand, und Keeper Pollersbeck mit einem satten Linksschuss keine Chance ließ.

Wie aus dem Nichts stand es plötzlich nur noch 2:1 für den HSV und die Gäste waren wieder im Spiel.

Trainer Hannes Wolf reagierte zweimal. Erst kam Tatsuya Ito für Narey in die Partie (56. Minute), wenig später folgte Lewis Holtby, der Özcan ersetzte (64. Minute).

Lewis Holtby schirmt den Ball vor Tobias Kempe ab.
Lewis Holtby schirmt den Ball vor Tobias Kempe ab.  © DPA

Die Kontrolle über die Partie konnten die Hamburger aber nicht wieder gewinnen.

Und so kam es fast, wie es kommen musste. Darmstadt verpasste nur um Zentimeter den Ausgleich. Nach einer Flanke nahm Yannick Stark den abgewehrten Ball direkt, traf aber nur den Pfosten.

Der HSV war im Glück, das Spiel drohte mittlerweile zu kippen. Zu leichtsinnig gingen die Hausherren mit ihrer Führung um.

Nur selten konnte der Aufstiegsaspirant mit Kontern für Entlastung sorgen. Orel Mangala verpasste mit zwei Weitschüssen die Vorentscheidung. Das Zittern im Volksparkstadion ging weiter.

In der 82. Minute war es schließlich so weit. Die Darmstädter erzielten den mittlerweile verdienten Ausgleich. Tobias Kempe ließ Pollersbeck mit einem Freistoß keine Chance. Es stand 2:2!

Das Spiel wurde nun vogelwild. In der Nachspielzeit hatte noch das 3:2 auf dem Fuß, doch sein Schuss ging deutlich vorbei. Stattdessen klingelte es mit dem Schlusspfiff im HSV-Kasten. Mehlem erzielte den Darmstädter Siegtreffer nach einer tollen Einzelaktion.

Damit war das Spiel gedreht. Der HSV verlor völlig unnötig die Partie!

Mehr zum Thema HSV:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0