Erster Neuzugang! HSV holt Rechtsverteidiger vom VfL Bochum

Hamburg - Nach dem ganzen Hickhack um den Wechsel von Youngster Fiete Arp zum FC Bayern München (TAG24 berichtete) benötigte der Hamburger SV nicht lange, um wieder für positive Nachrichten zu sorgen.

Jan Gyamerah (links) lief in dieser Saison dem Hamburger Khaled Narey (Mitte) noch hinterher. Ab der kommenden Saison sollen sie auf rechts ein Duo bilden.
Jan Gyamerah (links) lief in dieser Saison dem Hamburger Khaled Narey (Mitte) noch hinterher. Ab der kommenden Saison sollen sie auf rechts ein Duo bilden.  © DPA

Nach Informationen der Mopo steht der erste Neuzugang für die kommende Saison bereits fest.

Der Hamburger SV soll sich mit Jan Gyamerah vom VfL Bochum auf einen Wechsel geeinigt haben. Der 23-Jährige hatte erst kürzlich verkündet, seinen Vertrag beim Revierclub nicht zu verlängern und ist daher ablösefrei.

Der Wechsel des Außenspielers passt perfekt in das neue Konzept der Verantwortlichen des Zweitliga-Spitzenreiters. Aufgrund der klammen Kasse kann sich der Verein keine teuren Stars leisten, stattdessen sucht er entwicklungsfähige Talente, die hungrig sind und beim HSV den nächsten Schritt machen können.

Mit Gyamerah haben die Hamburger wohl einen Spieler verpflichtet, der genau in dieses Raster passt.

Seine Entscheidung, dem VfL den Rücken zu kehren, hatte der 23-Jährige erst wenige Tage zuvor öffentlich gemacht.

"Mit dem VfL und Sebastian Schindzielorz ist alles sauber abgelaufen, zwischen uns ist alles gut. Ich werde mich bis zum Ende voll reinhängen, um den bestmöglichen Erfolg mit dem VfL feiern zu können", begründet er seinen Wechsel bei Reviersport.

Bei den Fans kam das nicht gut an, sie warfen ihm Undankbarkeit vor. Schließlich unterzeichnete er 2013 bei den Bochumern seinen ersten Profivertrag. Zudem unterstützte der Verein ihn während einer langen Verletzungspause, in der sogar seine Karriere auf dem Spiel stand.

"Ich habe schon im Trainingslager gesagt, dass die Chancen 50:50 sind und das war auch so. Ich musste mich aber irgendwann entscheiden und wollte ehrlich mit dem VfL umgehen. Ich bin dem Verein sehr dankbar und habe mich deswegen früh entschieden, damit der Verein Planungssicherheit für meine Position hat. Ich wollte nicht taktieren und habe niemanden angelogen", sagte er zu seinen Anschuldigungen.

Bei den Bochumern gehört Gyamerah in dieser Saison zum absoluten Stammpersonal. In 17 Partien stand der rechte Verteidiger in der Startelf, dreimal wurde er eingewechselt.

Das führte dazu, dass nicht nur der HSV, sondern auch mehrere Erstligisten an gebürtigen Berliner interessiert waren. Doch Gyamerah und sein Berater hatten sich früh für den Hamburger SV entschieden und alle weiteren Anfragen abgelehnt.

Titelfoto: DPA

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