HSV-Investor Kühne geht wegen Arp-Transfer auf Bayern los

Hamburg - HSV-Investor Klaus-Michael Kühne ist ein Mann der klaren Worte. In seiner neuesten Kritik ätzt der 81-Jährige gegen den Hamburger SV und Bayern München.

Klaus-Michael Kühne kann dem Transfer nichts Gutes abgewinnen.
Klaus-Michael Kühne kann dem Transfer nichts Gutes abgewinnen.  © DPA

Hintergrund ist der Transfer von Sturm-Talent Fiete Arp zum deutschen Rekordmeister.

"Ich halte es für eine krasse Fehlentscheidung, ein Talent schon wieder an den 'Bayern-Feind' zu verkaufen, der nichts Besseres tun kann, als anderen Bundesliga-Vereinen die besten Spieler und Talente zu Höchstpreisen abzunehmen", sagte Klaus-Michael Kühne der Sport-Bild.

Dies führe nach Sicht des Unternehmers zu einer vollkommenen Verzerrung des Wettbewerbs im deutschen Profifußball.

Vor rund zwei Wochen war bekannt geworden, dass Arp vom Zweitliga-Tabellenführer zum FC Bayern München wechseln wird.

Die Abmachung über den Transfer war bereits im vergangenen Sommer getroffen worden. Offen ist lediglich der Zeitpunkt des Wechsels.

Der 19 Jahre alte Angreifer hatte seinen HSV-Vertrag im Vorjahr nach dem Abstieg des Traditionsclubs bis 2020 verlängert.

Fiete Arp hat beim Hamburger SV keinen leichten Stand. Im Pokal gegen Nürnberg durfte der Youngster mal wieder von Anfang an ran.
Fiete Arp hat beim Hamburger SV keinen leichten Stand. Im Pokal gegen Nürnberg durfte der Youngster mal wieder von Anfang an ran.  © DPA

Allerdings darf er selbst entscheiden, ob er im Sommer 2019 oder erst ein Jahr später nach München geht. Die Entscheidung soll erst nach der Saison gefällt werden.

Der HSV kassiert dafür einen Transfererlös in Höhe von drei Millionen Euro, der durch spätere Bonuszahlungen auf fünf Millionen Euro anwachsen kann.

Ob Arp ein "ewiges Talent" bleibe", "oder ein wirklich guter Spieler wird, bleibt abzuwarten", sagte Kühne. "Der HSV ist wieder einmal zu kurz gesprungen!"

In dieser Saison kommt der U19-Nationalspieler nicht über die Rolle des Einwechselspielers hinaus. Von seinen 13 Einsätzen absolvierte er nur vier von Beginn an. Ein Tor gelang ihm dabei nicht.

Bei der zweiten Mannschaft in der Regionalliga lief es hingegen besser. In drei Partien erzielte Fiete Arp drei Treffer, dazu traf er einmal im DFB-Pokal.

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