Der Hamburger SV hat nach dem Arbeitssieg über Dresden einiges zu besprechen

Hamburg - Puh, war das ein hartes Stück Arbeit für den Hamburger SV. Der Zweitliga-Tabellenführer kämpfte sich gegen Dynamo Dresden zum 1:0-Heimsieg, blieb über weite Strecken allerdings schwach (TAG24 berichtete).

Lewis Holtby schießt den Ball an Dynamos Schlussmann Markus Schubert vorbei ins Tor.
Lewis Holtby schießt den Ball an Dynamos Schlussmann Markus Schubert vorbei ins Tor.  © DPA

"Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt", bilanzierte HSV-Trainer Hannes Wolf nach der Partie.

Gegen die dicht gestaffelte Abwehr von Dynamo Dresden fand der Spitzenreiter kein Mittel. "Wir waren im Zentrum gegen die Dreierkette und zwei Sechser verloren", gab er zu.

Ähnlich sah es Abwehrspieler Rick van Drongelen. "Wir sind nicht ins Pressing gekommen und waren mit dem Ball zu langsam", lautete sein Urteil. "Es war einfach zu verteidigen."

Kapitän Lewis Holtby ging sogar noch einen Schritt weiter. "Der letzte Pass hat bei uns wieder gefehlt. Wir müssen an der Effizienz arbeiten und den Gegner einfach früher killen", sagte der Matchwinner.

Ihm war es zu verdanken, dass der HSV nach 90 schweren Minuten und einem harten Kampf den Platz als Sieger verließ.

"Alle guten Dinge sind drei. Ich hatte vorher schon zwei Chancen, die dritte habe ich zum Glück gemacht", zeigte sich Holtby nach der Partie überglücklich.

HSV-Trainer Hannes Wolf gab seiner Mannschaft immer wieder Anweisungen.
HSV-Trainer Hannes Wolf gab seiner Mannschaft immer wieder Anweisungen.  © DPA

Der 28-Jährige wusste aber auch, wie wichtig dieser Arbeitssieg war. Mit dem Dreier hat der HSV seinen Vorsprung auf den Relegationsplatz auf sechs Zähler ausgebaut.

Der Grund dafür war eine klare Leistungssteigerung nach der Halbzeit.

"Wir sind drangeblieben und haben uns am Ende belohnt", sagte Trainer Wolf. Er dankte aber nicht nur Holtby, sondern auch Torhüter Julian Pollersbeck der in einer Eins-gegen-Eins-Situation gegen Dresdens Angreifer Moussa Kone die Nerven behielt und die Null festhielt.

Daher "gibt es noch einiges zu besprechen", merkte er an. Das Spiel über die Außen habe dem Trainer gar nicht gefallen, schon nach einer halben Stunde ließ er Khaled Narey und Bakery Jatta die Seiten tauschen. Ohne Erfolg.

Abwehrkante van Drongelen sah noch einen weiteren Grund für den Sieg und eine bessere zweite Hälfte: "Wir waren aggressiver und hatten mehr Balleroberungen." Dadurch hatten die Hamburger den Gegner immer wieder in dessen Hälfte zurückgedrängt und zu Fehlern gezwungen.

Nach der Partie feierte die Mannschaft vor der Fankurve.
Nach der Partie feierte die Mannschaft vor der Fankurve.  © DPA

"Wir haben sie müde gespielt", sagte auch Holtby.

Die Hoffnung auf einen Treffer lag lange Zeit auf Rückkehrer Pierre-Michel Lasogga. Doch der Stürmer hatte in seinen Abschlüssen kein Glück.

"Als Stürmer will man natürlich treffen", gab er zu. "Aber wenn wir gewinnen und andere treffen, ist das auch in Ordnung."

Für ihn war es wichtig, wieder auf dem Feld zu stehen und der Mannschaft helfen zu können. Am Ende musste auch er zugeben, dass der Sieg hochverdient, aber hart erkämpft war. "Bei dem einen Fehler musst du dann da sein", forderte er.

Und das war der HSV in Person von Lewis Holtby.

Der Kapitän ging auch gegen Dresden wieder einmal vorne weg und belohnte sich mit seinem Tor selbst für die starken Auftritte in den vergangenen Spielen.

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