Nach friedlichem 1:1: HSV- und Aue-Fans prügeln aufeinander ein

Hamburg - Saß der Stachel der Enttäuschung über das magere 1:1 des Hamburger SV gegen Erzgebirge Aue bei den Fans so tief, dass er in Wut umschlug?

Die Polizei sperrte für den Einsatz die Davidstraße und mehrere Nebenstraßen ab.
Die Polizei sperrte für den Einsatz die Davidstraße und mehrere Nebenstraßen ab.  © JOTO

Während sich die beiden Fußball-Mannschaften am Ostersamstag auf dem Platz friedlich unentschieden voneinander trennten (TAG24 berichtete), kam es am Abend auf Hamburgs sündigster Meile zu einer Massenschlägerei zwischen den Anhängern beider Vereine.

Gegen 22.10 Uhr erreichte die Polizeiwache an der Davidstraße einen Anruf über eine Auseinandersetzung zwischen HSV- und Aue-Fans mit rund 200 beteiligten Personen. Schnell wurde ein Großaufgebot aus Hundertschaften der Landes- und Bundespolizei alarmiert und die Umgebung komplett abgesperrt.

Die Einsatzkräfte durchsuchten bis 2 Uhr nachts mutmaßliche Teilnehmer der Schlägerei und nahmen sie in Gewahrsam. Dutzende Personen wurde in eine Gefangenensammelstelle gebracht.

Wie ein Sprecher des Polizei-Lagedienstes am Sonntagmorgen erklärte, sei ein Großteil der Beteiligten schon wieder auf freiem Fuß.

Warum es zu der Auseinandersetzung beider Fanlager kam, ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Die Davidstraße und mehrere Nebenstraßen waren für die Dauer des Einsatzes für rund vier Stunden voll gesperrt.

Update, 14.15 Uhr:

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, standen sich zunächst 90 Aue- und 20 HSV-Anhänger gegenüber. Doch die Hamburger erhielten schnell Zulauf. Die Fans gingen den Angaben zufolge mit Flaschen und Pyrotechnik aufeinander los.

Dabei wurden auch zwei Polizisten in Zivil angegriffen, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Ein Beamter habe dabei eine Gehirnerschütterung und Rippenprellungen erlitten. Über verletzte Fans war zunächst nichts bekannt.

Auf Auer Seite wurden zwei Fans fest- und 32 weitere in Gewahrsam genommen; auch fünf HSV-Fans wurden in Gewahrsam genommen. "Anzeigen wurden wegen Landfriedensbruchs, Widerstand, Gefangenenbefreiung und gefährlicher Körperverletzung geschrieben", sagte der Sprecher.

Die Einsatzkräfte durchsuchen einen der vermeintlichen Schläger.
Die Einsatzkräfte durchsuchen einen der vermeintlichen Schläger.  © JOTO

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