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Kind (†4) erlitt Stromschlag beim Einkaufen: Todes-Prozess beginnt mit bitteren Vorwürfen

Der Todes-Prozess um einen vierjährigen Jungen beginnt mit bitteren Vorwürfen.

Haben die Betreiber eines Supermarkts Stromkabel schlampig verlegt? Diese Frage muss das Amtsgericht Harburg nach dem Tod eines Kindes an der Kasse klären.

Hamburg - Überschattet von bitteren Vorwürfen hat der Prozess um den Tod eines Kindes in einem Hamburger Supermarkt begonnen. Die Verteidiger der Marktbetreiber und die Vertreter der Familie des Opfers warfen sich am Dienstag gegenseitig Bedrohungen über soziale Medien vor.

Angehörige des verstorbenen Vierjährigen haben vor dem Amtsgericht Harburg Blumen, ein Kreuz und eine Kerze niedergelegt.
Angehörige des verstorbenen Vierjährigen haben vor dem Amtsgericht Harburg Blumen, ein Kreuz und eine Kerze niedergelegt.

In dem Prozess geht es um den vierjährigen Jonathan, der am 1. Juni 2016 starb, einen Tag nachdem er laut Anklage beim Einkaufen mit seinem Vater einen Stromschlag erlitten hatte.

Angeklagt sind die Betreiber des Marktes im Stadtteil Harburg. Dem 44 Jahre alten Mann und seiner 48 Jahre alten Schwester wird fahrlässige Tötung durch Unterlassen vorgeworfen.

Sie sollen die Stromleitung für einen LED-Trafo entweder selbst unsachgemäß verlegt haben oder einen Dritten mit der Arbeit beauftragt haben. Dadurch sei Strom in die Metallgeländer an der Kasse geflossen, das der Junge berührte.

Auch ein Laie hätte erkennen können, dass die Arbeit dilettantisch ausgeführt worden sei, sagte der Staatsanwalt.

Am Unglückstag habe er nach der Arbeit zwei seiner Kinder mit zum Einkaufen genommen, berichtete der Vater als Zeuge.

Der jüngere Sohn habe im Kindersitz des Einkaufswagens gesessen, der ältere habe sich auf die Vorrichtung für Getränkekisten gestellt.

Verteidiger Uwe Bartscher vertritt die Angeklagte im Prozess wegen Todes an einem Vierjährigen.
Verteidiger Uwe Bartscher vertritt die Angeklagte im Prozess wegen Todes an einem Vierjährigen.

Als der 37-Jährige an der Kasse die Waren aufs Band legte, habe Jonathan gefragt, ob er vor den Wagen gehen dürfe. "Ja", habe er geantwortet. Dann sei Stille gewesen.

Als er nach dem Sohn guckte, habe der Vierjährige mit einer Hand am Geländer gehangen, den Kopf auf den Arm gelegt. Ein Fuß sei noch im Gitter des Einkaufswagens verklemmt gewesen. Er selbst habe das Geländer angefasst und einen Stromschlag gespürt. Nur mit Kraft habe er seine Hand von dem Metall lösen können.

Es habe zunächst keiner im Supermarkt geholfen. Dann habe ein Mann gesagt, er sei Arzt, habe den Jungen in stabile Seitenlage gebracht und einen Notarzt gerufen.

Bei der sehr anschaulichen Schilderung des Unfalls - der Vater imitierte sogar die letzten Atemversuche seines Sohnes - schluchzten mehrere Angehörige unter den Zuhörern laut auf.

Angehörige warten mit Blumen in den Händen auf den Prozessbeginn.
Angehörige warten mit Blumen in den Händen auf den Prozessbeginn.

Die Verteidigung hatte zuvor angedeutet, dass sie Freispruch für ihre Mandanten anstrebt. Dies möge die Familie des Jungen aber nicht als Zeichen mangelnden Mitgefühls verstehen, erklärte der Anwalt des 44-Jährigen.

Die Familie der Marktbetreiber könne den Schmerz der Eltern nachempfinden. Leider seien ihre Versuche, ihr Mitgefühl bereits kurz nach dem Unfall auszudrücken und ihr Wunsch, an der Trauerfeier teilzunehmen, gescheitert. Sie seien sogar bedroht worden.

Der Anwalt der Eltern als Nebenklagevertreter wies diese Anschuldigung scharf zurück, sprach von "bösartigen Unterstellungen". Fakt sei, dass Zeugen über soziale Netzwerke "Druck bekommen" hätten. Die Eltern seien zudem entsetzt gewesen, dass Blumen, die Kinder einer Kita an der Unglücksstelle niederlegten, gleich wieder beseitigt worden seien.

Ein Teddy der Kinder sei sogar im Müll gelandet. Diese Äußerungen bezeichnete der Verteidiger des 44-Jährigen als "unangemessen". Der Prozess soll am Donnerstag mit der Anhörung eines technischen Sachverständigen fortgesetzt werden.

Das Urteil könnte das Gericht am 20. November verkünden.

Fotos: DPA

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