Eltern lassen Baby verhungern: Prozess wird neu aufgerollt!

Hamburg – Der Prozess um den Tod des unterernährten Babys Mohamed wird vor dem Hamburger Landgericht neu aufgerollt.

Die Eltern des Kindes sitzen auf der Anklagebank im Amtsgericht.
Die Eltern des Kindes sitzen auf der Anklagebank im Amtsgericht.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Damit droht den angeklagten Eltern bei einer Verurteilung eine höhere Strafe.

Bislang musste sich das Paar nur vor dem Amtsgericht verantworten, weil sie ihren Sohn fahrlässig durch Unterlassen getötet haben sollen.

Doch die Staatsanwaltschaft forderte am Mittwoch, ein Verfahren gegen die Eltern wegen Totschlags durch Unterlassen am Landgericht zu eröffnen.

Die Beweisaufnahme habe gezeigt, dass sich die Eltern mit dem möglichen Tod ihres Kindes abgefunden hätten, sagte die Staatsanwältin. Ihrem Antrag gab das Amtsgericht statt.

Die Angeklagten sollen das Baby nach dessen Geburt bis zu seinem Tod im November 2017 keinem Kinderarzt vorgestellt haben, obwohl es chronisch mangelernährt und stark untergewichtig war.

Im Alter von zwei Monaten wog es nur 2823 Gramm - weniger als bei seiner Geburt.

Vor dem Landgericht wird der Fall nun neu aufgerollt.
Vor dem Landgericht wird der Fall nun neu aufgerollt.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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