Lebenslange Haft gefordert: Vierfache Mutter mit mehr als 50 Stichen getötet

Hamburg - Lebenslange Haft! So lautet die Forderung der Staatsanwaltschaft nach dem gewaltsamen Tod einer vierfachen Mutter für deren Ex-Partner.

Menschen gedenken mit Kerzen der getöteten Juliet H. (Archivbild)
Menschen gedenken mit Kerzen der getöteten Juliet H. (Archivbild)  © JOTO (Archivbild)

Der 50-Jährige hatte die Frau Anfang Dezember mit mehr als 50 Messerstichen ermordet und soll nun lebenslang ins Gefängnis.

"Nach meiner Überzeugung ist das Motiv kalter Zorn, kalte Wut über die gescheiterte Beziehung zur Geschädigten", sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer.

Der Angeklagte haben die Tat geplant. Seine getrennt von ihm lebende Frau sei in der Situation "arg- und wehrlos" gewesen.

"Diese Arg- und Wehrlosigkeit hat er ausgenutzt", so der Anwalt weiter. "Er hat die Geschädigte heimtückisch getötet. Er sowie die Anwälte der Nebenklage beantragten, den Mann wegen Mordes zu verurteilen.

Die Anklage gegen den Hamburger lautete ursprünglich auf Totschlag. Der Mann hatte bereits vor Gericht gestanden, die Afrikanerin nach einem Streit im Dezember 2018 erschlagen und erstochen zu haben.

Zuvor soll sie zu ihm gesagt haben, dass er kein richtiger Mann sei. Wenige Stunden später nahm die Polizei den Mann in seiner Wohnung in Hamburg-Dulsberg fest. Das Paar hatte zwei gemeinsame Kinder und lebte seit Sommer 2017 getrennt.

Die Leiche der Afrikanerin wurde von dem gemeinsamen, damals elf Jahre alten Sohn gefunden. Am Donnerstag 14.30 Uhr, soll das Urteil gesprochen werden.

Das tragische Unglück spielte sich in diesem Wohnkomplex ab.
Das tragische Unglück spielte sich in diesem Wohnkomplex ab.  © Daniel Reinhardt/dpa

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Hamburg:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0