Nach nur einem Tag! HSV bricht Trainingslager an der Ostsee ab

Glücksburg/Hamburg - Der Bundesliga-Absteiger Hamburger SV hat sein Trainingslager in Glücksburg am Montag überraschend abgebrochen.

Da haben Co-Trainer Andre Kilian (von links nach rechts), Talentbegleiter Marinus Bester und HSV-Trainer Christian Titz noch gut lachen, doch beim Anblick des Trainingsplatzes an der Marineschule Mürwik vergeht ihnen schnell die gute Laune (Archivbild).
Da haben Co-Trainer Andre Kilian (von links nach rechts), Talentbegleiter Marinus Bester und HSV-Trainer Christian Titz noch gut lachen, doch beim Anblick des Trainingsplatzes an der Marineschule Mürwik vergeht ihnen schnell die gute Laune (Archivbild).  © dpa/Frank Molter

Grund ist nach Angaben des Vereins der schlechte Trainingsplatz auf dem Gelände der Marineschule Mürwik.

"Wir haben in Glücksburg grundsätzlich hervorragende Bedingungen vorgefunden, nur der Rasen des Trainingsplatzes konnte leider trotz vorangegangener Bearbeitung in keinen angemessenen Zustand gebracht werden. Er birgt stellenweise ein nicht unerhebliches Verletzungsrisiko, das wir so nicht eingehen können, denn die Gesundheit unserer Spieler steht über allem", erklärt Sportvorstand Ralf Becker.

Die Mannschaft benötige gute Trainingsbedingungen, um sich auf die erste Saison in der 2. Bundesliga vorzubereiten, ergänzt Trainer Christian Titz. "Dies war aufgrund der Platzbeschaffenheit leider nicht gegeben, deshalb haben Ralf Becker, wir als Trainerteam und auch die Mannschaft gemeinsam diese Entscheidung getroffen."

Der Fußball-Zweitligist war am Sonntagnachmittag an die Flensburger Förde gereist und trainierte erstmals am Montag auf dem Platz (TAG24 berichtete).

Die Mannschaft kehrte am frühen Nachmittag nach Hamburg zurück und übte anschließend auf dem Platz neben dem Volksparkstadion. Eigentlich wollten die Profis sechs Tage im Trainingslager an der Ostsee bleiben.

Derzeit werden Alternativen für ein Trainingslager gesucht. Sportvorstand Becker verspricht außerdem aufzuarbeiten, wie es dazu kommen konnte, dass ein schlechter Trainingsplatz ausgewählt wurde.

Die Mannschaft hat den kurzen Abstecher an die Förde dennoch genossen, wie ein Video vom Baden in der Ostsee zeigt.

Update 16.53 Uhr: Der HSV hatte eine Agentur mit der Organisation des Trainingslagers beauftragt. Schadenersatzansprüche müssen nun geklärt werden.

Die Alternative, ein anderes Camp zu suchen, war zunächst erwogen, dann aber verworfen worden.

Der Rasenplatz entspricht nicht den Anforderungen des HSV.
Der Rasenplatz entspricht nicht den Anforderungen des HSV.  © dpa/Hamburger SV/Till Müller

Titelfoto: dpa/Frank Molter


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