Grausame Tierversuche: Todeslabor kommt erneut unter die Räder

Hannover/Hamburg – Nach den aufgedeckten Missständen in einem Tierversuchslabor südlich von Hamburg beschäftigen sich niedersächsische Abgeordnete erneut mit dem Thema.

Ein Hund verendet qualvoll nach einem Versuch im LPT.
Ein Hund verendet qualvoll nach einem Versuch im LPT.  © Soko Tierschutz e.V.

An diesem Mittwoch um 13.30 Uhr nehmen Experten zu zwei Anträgen von Landtagsfraktionen Stellung.

Die Grünen fordern eine Verschärfung der Genehmigungen von Tierversuchen sowie mehr unangemeldete Kontrollen. Die AfD verlangte: "Schluss mit Tierversuchen".

Zu der Anhörung im Agrarausschuss sind unter anderem eine Vertreterin der Organisation Ärzte gegen Tierversuche sowie ein Professor des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen eingeladen.

In dem ins Visier der Staatsanwaltschaft geratenen Labor LPT in Mienenbüttel im Kreis Harburg wurden im Dezember die letzten genehmigten Tierversuche beendet. Für Versuche mit Affen hatte das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz (Laves) schon vorher die Genehmigung entzogen.

Die Behörden waren durch Recherchen von Soko Tierschutz auf das Labor aufmerksam geworden. Ein Aktivist hatte sich als Mitarbeiter eingeschlichen und Aufnahmen von schreienden Affen und blutverschmierten Hunden gemacht.

Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt wegen Verstößen gegen den Tierschutz. Parallel prüft der Landkreis Harburg, ob dem Betrieb die Genehmigung entzogen werden kann. LPT hat seinen Hauptsitz in Hamburg.

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