Drama bei Pferderennen: Tier kracht in Absperrung und stirbt

Hamburg – Die Attraktion des Seejagdrennens bei der Galopp-Derbywoche in Hamburg-Horn ist dieses Jahr erneut von einem tragischen Todesfall überschattet worden.

Die Jockeys mussten sich mit ihren Pferden durch einen See kämpfen.
Die Jockeys mussten sich mit ihren Pferden durch einen See kämpfen.  © DPA

Fünf Pferde traten bei dem 3.600 Meter langen Seejagdrennen mit neun Hindernissen am Mittwoch an, doch nur drei kamen ins Ziel.

Während der Wallach "Serienlohn", geritten von Jan Faltejsek, als erster die Ziellinie erreichte, warfen "Box Office" und "Captain Von Trappe" ihre Reiter in dem 1,30 Meter tiefen See ab.

"Captain Von Trappe" galoppierte anschließend ohne Jockey Miguel Lopez weiter und krachte in eine Absperrung. Dabei erlitt der Wallach so schwere Verletzungen, dass der Tierarzt nichts mehr für ihn tun konnte.

"Wir werden aufarbeiten, wie es dazu kommen konnte. Bisher sind wir ohne Zwischenfälle durch die Woche gekommen. Das ist sehr traurig", so Eugen Andreas Wahler, Chef des Hamburger Rennclubs, zum Hamburger Abendblatt.

Laut Bahn-Tierarzt Klaus Weigand sei unklar, ob sich das Tier die Verletzungen im Wasser oder beim Verlassen der Bahn zugezogen hat. Beim Abtasten habe er festgestellt, dass das Pferd an einem Genickbruch starb.

Bereits im vergangenen Jahr war es zu zwei tragischen Todesfällen bei dem Derby gekommen. Während des Rennens hatten sich die beiden vierjährigen Stuten "Tabanike" und "Molly Moon" ein Bein gebrochen und mussten noch auf der Rennbahn eingeschläfert werden.

Jan Faltejsek reitet auf Serienlohn aus dem Wasser.
Jan Faltejsek reitet auf Serienlohn aus dem Wasser.  © DPA

Titelfoto: DPA

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