HSV-Profi Jatta: Mega Wende im Krimi! Gambia bestätigt Identität

Hamburg – Die Frist, die das Bezirksamt Bakery Jatta gesetzt hat, ist am Freitag abgelaufen. Gleichzeitig wurde bekannt, welches Dokument der Anwalt des HSV-Profis bei der Behörde eingereicht hat, um dessen Identität endgültig zu beweisen.

Bakery Jatta bedankt sich nach dem Sieg in Chemnitz bei seinen Fans.
Bakery Jatta bedankt sich nach dem Sieg in Chemnitz bei seinen Fans.  © dpa/zb/Robert Michael

Schon Mitte der Woche war von einer Stellungnahme die Rede, die Jattas Anwalt beim Bezirksamt eingereicht hat, in der er alle Vorwürfe gegen den HSV-Profi zurückweist (TAG24 berichtete).

Doch damit nicht genug - Anwalt Thomas Bliwier legte weitere Dokument vor, um zu beweisen, dass Bakery Jatta (21) wirklich Jatta ist und nicht Bakary Daffeh (23).

Neben dem auf Echtheit geprüften Reisepass legte Bliwier dem Bezirksamt Hamburg-Mitte auch einen Auszug aus dem Geburtsregister Gambias aus dem Jahr 1998 vor.

Die dort geschriebenen Angaben decken sich mit den Daten, die Jatta bei seiner Einreise als Flüchtling nach Deutschland und in seinem Vertrag mit dem HSV angeben hatte. Name: Bakery Jatta, Geburtsdatum: 6. Juni 1998.

Laut Berichten der Mopo soll Gambias Ministerium das Dokument bereits bestätigt haben.

Ende der Hetzjagd in Sicht?

Der HSV-Profi sitzt neben Bernd Hoffmann (l), Vorstandsvorsitzender des HSV, auf dem DFB-Gelände auf einer Mauer.
Der HSV-Profi sitzt neben Bernd Hoffmann (l), Vorstandsvorsitzender des HSV, auf dem DFB-Gelände auf einer Mauer.  © dpa/Andreas Arnold

Jetzt wartet der DFB auf das Urteil des Bezirksamtes. Sollten keine weiteren Zweifel an der Echtheit der Dokumente aufkommen, wird die Akte Jatta von der Behörde sowie vom Sportgericht geschlossen.

Vor dreieinhalb Wochen waren nach einem Bericht der "Sport Bild" Zweifel an der Identität Jattas aufgekommen. Demnach könnte der in Gambia geborene Jatta einen anderen Namen haben und älter als von ihm angegeben sein.

Damit begann eine Hetzjagd auf den HSV-Profi, die nicht nur die Einsprüche der Gegner, sondern auch eine Anhörung beim DFB-Kontrollausschuss und zahlreiche Pfiffe und Beleidigungen der gegnerischen Fans bei den Spielen zur Folge hatte.

Mit dem Urteil des Bezirksamtes könnte also nicht nur das Jatta-Leiden endlich ein Ende haben, auch wären die Einsprüche gegen die Wertung der Spielergebnisse aus Nürnberg, Bochum und Karlsruhe hinfällig.

Zweifel bleiben trotzdem: So gebe es laut Informationen der Bild-Zeitung zahlreiche Zeugen, die behaupten, Jatta sei Daffeh. Ebenso kurios ist die Tatsache, dass Daffeh, der Jatta verblüffend ähnlich sieht, seit Jattas Einwanderung 2015 in Deutschland plötzlich verschwunden sei.

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