HSV-Krimi um Jatta bald beendet? "Nichts Neues!"

Hamburg – Nach dem monatelangen Wirbel um die Identität von HSV-Profi Bakery Jatta, gehört der Fall wohl nun ein für alle Mal der Vergangenheit an.

Der HSV-Profi kann endlich aufatmen.
Der HSV-Profi kann endlich aufatmen.  © dpa/Christian Charisius

Laut Berichten der "Sport-Bild" wurde dem HSV-Profi vorgeworfen, eine falsche Identität zu besitzen. Demnach sei Bakery Jatta eigentlich Bakary Daffeh und zwei Jahre älter (TAG24 berichtete).

Aufgrund der Beweislage hatte das Bezirksamt Hamburg-Mitte die Ermittlungen gegen den Spieler jedoch am 2. September eingestellt (TAG24 berichtete). Der 21-Jährige hatte zuvor zahlreiche Dokumente vorgelegt, die seine Identität bestätigten.

Knapp zwei Wochen später erhärteten sich die Vorwürfe gegen Bakery Jatta jedoch erneut, als eine fragliche E-Mail-Adresse auftauchte.

Wie die "Bild"berichtete, soll der Gambier bei seiner Einreise nach Deutschland 2015 bei den Bremer Behörden die E-Mail Adresse "bakarydaffeh*@***" angegeben haben. Zudem habe auf dem Personalbogen auch nicht mehr Bakary, sondern Bakery als Vorname gestanden.

Laut Staatsanwaltschaft Bremen prüfte die Polizei die Vorwürfe erneut.

Gegenüber dem "Hamburger Abendblatt" äußerte die Staatsanwaltschaft aber nun, nicht mehr gegen den Fußballer zu ermitteln und auch keine weiteren Überprüfungen vorzunehmen. "Es hat sich inhaltlich nichts Neues ergeben", bestätigte Sprecher Frank Passade.

Der Fall sollen nun an die Hamburger Staatsanwaltschaft übergeben werden, wo er erstmal zu den Akten wandert.

Jatta musste zur Anhörung beim DFB

Bakery Jatta bei seiner Anhörung beim DFB.
Bakery Jatta bei seiner Anhörung beim DFB.  © dpa/Andreas Arnold

Der Fall "Jatta" beschäftigte auch den Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), nachdem der 1. FC Nürnberg Einspruch gegen die Wertung eines Spiels gegen den Zweitligisten eingelegt hatte.

In einer 90-Minütigen Anhörung musste der 21-Jährige, begleitet vom HSV-Vorstand, Rede und Antwort stehen (TAG24 berichtete).

Danach legten auch der VfL Bochum und der Karlsruher SC Einspruch gegen die Wertung ihrer Spiele gegen den HSV, bei denen der gambische Profi eingesetzt wurde, ein (TAG24 berichtete).

Der HSV hingegen hatte sich stets schützend vor seinen Spieler gestellt und ihn weiter eingesetzt. "Wir haben dazu alles gesagt und uns klar positioniert. Wir stützen den Spieler und werden wie eine Wand zusammen mit unseren Fans hinter ihm stehen. Er ist ein Top-Junge", betonte Chef-Coach Dieter Hecking.

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